05.11.2019 - 14:38 Uhr
VohenstraußDeutschland & Welt

Passende Spielstätten fallen nicht vom Himmel

LTO-Geschäftsführer Wolfgang Meidenbauer über Perspektiven und Chancen

LTO-Geschäftsführer Wolfgang Meidenbauer (links) im Gespräch mit Landtagsabgeordneten Stephan Oetzinger
von Holger Stiegler (STG)Profil

Auf einen erfolgreichen Weg befindet sich das Landestheater Oberpfalz (LTO): Das wird am Montagabend in der Stadthalle Vohenstrauß bei den Ausführungen von LTO-Geschäftsführer Wolfgang Meidenbauer deutlich. Zum kulturpolitischen Gespräch eingeladen hatte Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger in seiner Funktion als Bezirksvorsitzender des Arbeitskreises Hochschule und Kultur der CSU.

Theater und Kultur, so Oetzinger bei seiner Einführung, seien in der nördlichen Oberpfalz definitiv „weiche Standortfaktoren“. Mit dem LTO habe man ein staatlich gefördertes Theater, das sich sehr positiv entwickelt habe. Bemerkenswert sei, dass das LTO über kein festes Haus verfüge. Diese zwinge dazu, auf die Fläche hinauszugehen, worin auch wieder die große Chance des LTO liege.

Der Umstand, dass es keine feste Spielstätte gibt, beschäftigt auch Meidenbauer. So müsse man festhalten, dass bei einem Etat von 680.00 Euro im laufenden Jahr jeder Euro 1:1 in die tatsächliche Kunst gesteckt werden könne. Für den Unterhalt von Gebäuden müsse dagegen nichts investiert werden. Allerdings sei es auch richtig, dass es praktisch keine Veranstaltungsstätte im Einflussbereich des LTO gebe, wo man als Theaterbetrieb einfach hingehen und aufführen könne. Zum Teil bringe man die Technik, die Anlagen, die Bühne und auch Tribünenteile mit, erläutert Meidenbauer. Dies binde Personal und schlage sich auch in der Arbeitszeit nieder.

Angesprochen auf den Spielort Weiden betont Meidenbauer, dass das Dachgeschoß der Regionalbibliothek eigentlich immer nur als „Übergangslösung“ gedacht gewesen sei. „Den Raum als Theater zu nutzen, ist schon kompliziert“, räumt der Geschäftsführer ein. Ziel sei es deswegen auch, eine Alternative zu finden. „Ich sage aber auch, dass ein Kinosaal kein Theatersaal ist“, so Meidenbauer über bereits diskutierte Möglichkeiten. Mit der Idee der Max-Reger-Halle befasse man sich schon seit einiger Zeit, hier gelte es aber auch über räumliche und technische Nutzungskonzepte zu sprechen – „und natürlich auch über das Finanzielle“, so Meidenbauer. Vielleicht, so der Geschäftsführer zuversichtlich, könne man innerhalb den nächsten zwei Jahren eine Lösung zu finden.

Mit Blick auf die aktuelle Situation zeigt sich Meidenbauer sehr zufrieden, den Kulturherbst in der Stadthalle Vohenstrauß gemeinsam mit dem Faschingsverein und der Hilfe der Kommune auf die Beine gestellt zu haben. Vergleichbares könne man sich auch im Landkreis Schwandorf vorstellen, wenn man eine entsprechende Spielstätte finde.

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