Schwester Teresa Zukic war unter anderem schon bei Markus Lanz, Jörg Pilawa oder im ZDF-Fernsehgarten zu Gast. Bekanntheitsgrad hat sie längst als „Schwester auf dem Skateboard“ erlangt. Beim Gespräch mit Oberpfalz-Medien muss natürlich die Frage kommen: „Haben Sie ihr Sportgerät mit im Gepäck?“ Die Antwort: „Nein.“ Der Grund: „Ich habe meinen Rolls-Royce dabei“, verweist sie auf die Gehhilfe.
Die Ordensschwester der „Kleinen Kommunität der Geschwister Jesu“ im Erzbistum Bamberg lächelt, als sie sagt: „Das sportliche Talent sieht man mir heute nicht an.“ Die 59-Jährige, geboren im kroatischen Slavonski Brod und aufgewachsen in Weinheim an der Weinstraße, war nämlich als Kind und Jugendliche eine ehrgeizige und erfolgreiche Leistungssportlerin und wurde Hessische Meisterin am Schwebebalken und Badische Meisterin im Mehrkampf.
Schwester Teresa ist Autorin erfolgreicher spiritueller Bücher und Komponistin christlicher Musicals. „Das sind bisher neun“, lässt sie wissen. Populär geworden ist sie längst aufgrund ihres Engagements im Social-Media-Bereich oder ihren Einsatz für christliche Veranstaltungen und Vorträge.
Als sie auf ihren ersten TV-Auftritt zu sprechen kommt, strahlen ihre Augen besonders. „Ich war da mit der Bahn unterwegs“, erzählt sie von der Zufallsbegegnung mit zwei Redakteurinnen der Sendung „Schreinemakers live“. Sie sind auf die E-Gitarre spielende und Skateboard fahrende Ordensfrau aufmerksam geworden, auch weil sie für sie einen Stepptanz zum Besten gab, und haben 1992 den Auftritt im Fernsehen zustande gebracht.
„Waren sie damals aufgeregt?“ Auf die Frage kommt ein klares „Nein“ mit der Ergänzung: „Ich stehe jeden Tag vor der Kamera Gottes. Und das heißt, ich muss mich benehmen.“ Dabei weiß sie auch: „Das Skateboard-Fahren hat mir viele Türen geöffnet.“
Geöffnet sind am Freitagabend für die einmal als „Deutsche Antwort auf Sister Act“ bezeichnete Nonne auch die Türen des Waidhauser Gemeindezentrums. Die von Bürgermeister Markus Bauriedl als „Powerfrau“ beschriebene Diplom-Religionspädagogin (FH) freut sich über die vielen aufmerksamen Zuhörer und betont: „Es gibt keinen schöneren Job, als Menschen zu ermutigen.“ Das beweist die Trägerin des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und des Bayerischen Verdienstordens, die bereits eine Krebserkrankung überstanden hat, mit ihrem Vortrag „Wer nicht genießt, wird ungenießbar“, in dem sie unter anderem appelliert: „Bewusst leben, nicht alles verschieben!“
Die eineinviertel Stunden vergehen dabei fast wie im Flug und hinterlassen nachhaltige Eindrücke, etwa bei Josef Kleber. Er beschreibt den Abend als „unterhaltsam und inspirierend“ und ist sicher: „Da kann sicher jeder etwas mitnehmen.“
Zur Person
- Geburtstag: 5. August 1964 in Slavonski Brod, Kroatien; aufgewachsen in Weinheim an der Weinstraße
- Schullaufbahn: 1971 bis 1982 Grundschule, Realschule und Wirtschaftsgymnasium; 1982 bis 1984 Sportinternat mit Abitur
- Sportliche Erfolge: Hessische Meisterin am Schwebebalken, Badische Meisterin im Mehrkampf
- Kirchliches Leben: 1984 Taufe und Eintritt ins Kloster; 1989 bis 1992 Studium der Religionspädagogik mit Abschluss als Religionspädagogin (FH)
- Internet: www.schwester-teresa.de





















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