Am Samstag, 20. Oktober, gehen wir mit Ihnen den Marterlweg rund um den Waldecker Schlossberg. Am Wegesrand erzählen 13 Bildstöcke ihre Geschichte. Hinzu kommen 15 Impulsstationen, die berühren und inspirieren wollen.
Ausgangspunkt der knapp acht Kilometer langen strecke ist der Alte Friedhof Waldeck. Hier treffen sich alle Wanderer um 10 Uhr. Franz Horn, Vorstandsmitglied des Heimat- und Kulturvereins (HUK) Waldeck, führt die Teilnehmer die wenigen Meter hinauf zur Burg. Sie wurde 1124 erstmals urkundlich erwähnt und gehört damit zu den ältesten in der Oberpfalz. Sie war im Besitz der Landgrafen von Leuchtenberg, brannte vor über 200 Jahren ab und ist seither Ruine. Seit 1982 wird sie unter Federführung des HUK ausgegraben und restauriert. Horn wird zeigen, was inzwischen alles passiert ist. Jüngstes Kind ist die Revitalisierung der Kapelle St. Ägidius.
Nachdem wir den spektakulären Rundblick auf Rauhen Kulm, Armesberg, Ochsenkopf, Kühberg, Atzmannsberg, Kuschberg und Truppenübungsplatz Grafenwöhr genossen haben, verlassen wir unter Leitung unserer versierten Wanderführerin Meta Betke den Schlossberg durch das Burgtor und marschieren durch einen idyllischen Hohlweg. Hier kreuzen der Main-Donau-Weg und ein Goldsteig-Zubringer, aber auch der neue "größte essbare Pflanzenwildpark Deutschlands".
Erste markante Station ist die Lettenmühle. Sie ist zwar noch mahltüchtig, jedoch nicht mehr in Betrieb. Das Gehöft gehörte früher zur Burg, ist aber heute ein privater Reitstall.
Weiter geht es auf dem mit einem blauen Rechteck auf weißem Grund markierten Weg bergab. Bevor wir die Bundesstraße 22 überqueren, machen wir noch einen Abstecher zum alten, mystischen Schul- und Kirchsteig, versteckt in einem Wäldchen gelegen. Dann peilen wir den kleinen Weiler Hahneneggaten an. Jetzt haben wir uns eine Pause verdient. Im Gasthof "Waldfrieden" laden wir Sie zu einem Schweinebraten und einem Getränk ein. Wenn jemand lieber etwas Vegetarisches (Käsespätzle) bevorzugt, soll er das am besten gleich bei der Anmeldung vermerken.
Gestärkt und ausgeruht begeben wir uns auf die zweite Hälfte des Marterlwegs und peilen durch einen schönen Buchenwald das Dorf Zwergau an. Von hier aus bietet sich ein prächtiger Blick über das Kemnather Land. Auf einem verwunschenen Hohlweg, wie man ihn nur noch selten antrifft, geht es gemütlich zurück nach Waldeck. Ständiger Begleiter der Tour sind die Vulkane Waldecker Schlossberg und Rauher Kulm, immer wieder von einem anderen Blickwinkel aus.
Wer die Wanderung mitmachen möchte, meldet sich bis Sonntag, 23. September, online unter www.onetz.de/leserwanderung an. Bitte auch eine Telefonnummer angeben. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 50 begrenzt. Es entscheidet das Los. Einzige Voraussetzung: Die Bewerber müssen Abonnenten einer unserer Zeitungsausgaben sein. Wir wollen Treue belohnen. Wenn die 50 Plätze weg sind, gibt es nur noch eine Warteliste. Wer zum Zug kommt, wird bis Mittwoch, 10. Oktober, benachrichtigt.
Der Markt Waldeck liegt im Landkreis Tirschenreuth in der nördlichen Oberpfalz, direkt an der B 22 zwischen Weiden und Bayreuth.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.