Eber flüchtet in Waldmünchen vor der Schlachtbank

Ein Eber wollte in Waldmünchen dem Tod von der Schippe springen. Er riss aus der Metzgerei aus und spazierte durch die Stadt. Die witzige Geschichte dürfte aber ein tragisches Ende gefunden haben.

Die Polizei Waldmünchen spürte den entflohenen Eber auf. Er war am Ostermontag aus einer Metzgerei abgehauen.
von Florian Bindl Kontakt Profil

Das war ein saumäßiger Einsatz für die Polizei. Am Ostermontag ist ein männliches Schwein durch Waldmünchen im Landkreis Cham spaziert. Mehrere Anrufe gingen deshalb bei der örtlichen Polizei ein. Die Beamten rückten also aus, den Eber zu fangen. "Der Spaziergänger konnte kurz darauf von unseren Kollegen der Polizeistation Waldmünchen am Jahnplatz gesichtet werden", heißt es auf Facebook über den tierischen Fahndungserfolg. Wo aber war der Eber ausgebüxt? In die witzige Geschichte mischt sich etwas Tragik. Laut Polizei war das Tier bei einem örtlichen Metzger und sei, wer kann es ihm verdenken, wohl kurz vor der Schlachtbank abgehauen.

Bis der Metzger samt Anhänger eintraf, wurde das Freilandschwein von den Polizisten in Schach gehalten. "Mit Bestechungsmaterial in Form von Äpfeln konnte das zutrauliche Tier sicher und ohne Widerstand in den Anhänger gelockt und zurück in seinen Stall gebracht werden", schreibt die Polizei weiter. Dieses Zuhause des Ebers, die Metzgerei, nur wenige Hundert Meter vom Fundort am Jahnplatz in Cham entfernt, dürfte sein letztes gewesen sein. In der Polizeiinspektion Waldmünchen glaubt man nicht, dass der Rumtreiber vom Ostermontag noch lebt.

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