Waldmünchen im Landkreis Cham
22.02.2022 - 09:44 Uhr

Waldmünchen: Zug rammt Auto am Bahnübergang

Weil ein Autofahrer die Haltesignale am Bahnübergang falsch gedeutet hat, ist es in Waldmünchen im Landkreis Cham zu einem spektakulären Unfall gekommen. Der Ford wird vom Zug erfasst – und in eine Leitplanke geschoben.

Obwohl das Auto nur noch Schrottwert hat, wurde der Fahrer des Fiesta beim Unfall am Bahnübergang Waldmünchen nur leicht verletzt. Bild: Feuerwehr Landkreis Cham
Obwohl das Auto nur noch Schrottwert hat, wurde der Fahrer des Fiesta beim Unfall am Bahnübergang Waldmünchen nur leicht verletzt.

In Waldmünchen im Landkreis Cham ist es zu einem Unfall am Bahnübergang gekommen. Der spektakuläre Zwischenfall hat sich nach Einbruch der Dunkelheit am Montagabend, 21. Februar, ereignet. Darüber informiert die Landkreis-Feuerwehr in einer Pressemitteilung. Demnach ist der Fahrer eines Ford Fiesta von dem Zug, der gerade vom Bahnhof Waldmünchen in Richtung Cham unterwegs war, erfasst und gegen eine Leitplanke gedrückt worden.

Nach Polizei-Informationen soll der 64-jährige Fahrer des Ford Fiesta auf dem Staatsstraße 2400 von Waldmünchen in Richtung Ast unterwegs gewesen sein. Fatalerweise habe er dann "wohl die Signale des unbeschrankten Bahnübergangs falsch gedeutet". Beim Passieren der Gleise sei der Senior mit seinem Auto von einem herannahenden Zug, der auf dem Weg in Richtung Cham war, im Heckbereich erfasst worden. "Ein Prellbock des Zuges drückte den Kofferraum massiv ein und schob das Auto schließlich mit einer Drehung in eine Leitplanke, wo es dann zum Stehen kam", steht in der Pressemitteilung.

Fahrer nur leicht verletzt

Der Triebwagenführer habe sofort eine Vollbremsung eingeleitet und sei ausgestiegen, um die Lage zu erkunden. Weitere Autofahrer hätten sich um den 64-Jährigen gekümmert. Um circa 20 sei der Notruf bei der Leitstelle in Regensburg eingetroffen. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten aus. Trotz des massiven Aufpralls konnte der Notarzt bald Entwarnung geben: Der Fahrer wurde nur leicht verletzt und kam nach ersten Untersuchungen in ein Krankenhaus.

Die ebenfalls alarmierte Feuerwehr Tiefenbach, da die Kollegen aus Waldmünchen sich bereits um die Absicherung der Unfallstelle gekümmert hatten.

Auto nur noch "Schrottwert"

Die Bahnstrecke war vorübergehend gesperrt, auch der Notfallmanager der Deutschen Bahn kam zum Einsatz. Im Zug selbst gab es keine Verletzten, neben dem Lokführer befanden sich darin keine Passagiere. Auch der Zug selbst sei kaum beschädigt worden. Anders beim Ford des Unfallfahrers. Dieser habe nur noch "Schrottwert" gehabt und wurde abgeschleppt.

OnetzPlus
Amberg05.10.2020
 
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