02.12.2019 - 00:01 Uhr
WaldsassenDeutschland & Welt

Besuch in der Waldsassener "Lebkuchen-Manufaktur"

Es duftet nach Gewürzen. Auf einer Arbeitsplatte stehen mehrere Schüsseln und Behälter, darin: Puderzucker, Nüsse, Orangeat und Zitronat. Hier werden Lebkuchen gebacken, und nichts sonst.

Wolfgang Neumann in der Lebkuchen-Manufaktur Rosner.
von Gabriele Weiß Kontakt Profil

Seit 18 Jahren hat sich die Bäckerei und Confiserie Rosner in Waldsassen neben ihrem Kerngeschäft auf die Herstellung feiner Lebkuchen spezialisiert. Vor 14 Jahren ging die eigene Manufaktur in Betrieb, wo das traditionelle Weihnachtsgebäck übers gesamte Jahr hinweg produziert wird. "Im Winter backen wir ganz viel, im Sommer ganz wenig", erklärt Firmenchef Wolfgang Neumann. Die Hauptsaison beginne, anders als bei den großen Herstellern, erst Anfang Oktober. Auf diesen Punkt legt Neumann Wert, denn: "Unsere Lebkuchen sind immer frisch und ohne Konservierungsstoffe."

Ein weiterer Vorzug dieser Arbeitsweise liege in deren Nachhaltigkeit. "Wir schmeißen nichts weg, wir produzieren immer nur so viel, wie bestellt ist", sagt Wolfgang Neumann. Rosner vertreibt seine Lebkuchen im eigenen Versandhandel und liefert bis nach Übersee. Das sei in der Oberpfalz einmalig. "Lebkuchen schmecken auf der ganzen Welt." Gebacken wird nach dem "Hausrezept vom Schwiegervater": "Ich selber bin von Haus aus Schreiner", erzählt Neumann.

Rosner-Lebkuchen seien "sehr nusslastig. Weihnachten ist schließlich die Nusszeit." Gewürze wie Zimt, Nelken und Kardamon verleihen den typischen "Weihnachtsgeschmack". Auch die Zubereitung ist speziell: Zunächst werden die Nüsse geröstet und mit den weiteren Zutaten zu einem Brei verarbeitet, der drei Tage lang ruht. Erst dann wird er gebacken. Statt Hefe dient Hirschhornsalz als Treibmittel.

"Unsere Lebkuchen schmecken sauguad", findet Neumann, und der Chef selbst ist ihrer noch lange nicht überdrüssig, auch wenn er das ganze Jahr damit zu tun hat. "Man muss sie halt dosiert essen. Nicht schlingen, sie sind zum Genießen da."

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