03.12.2019 - 17:02 Uhr
WaldsassenDeutschland & Welt

"Weltmusik trifft auf Wirtshaus-Punk"

Gute Laune, bayerische Musik und eine starke Band: "Oansno" spielt am Samstag in der Waldsassener Turnhalle. Die Musiker präsentieren auch die Hits ihres ersten Albums. Im Interview verrät Akkordeon-Spieler Michi dazu schon erste Details.

„Oansno“ mit ist eine Live-Band erster Güte. Auf der Bühne reißt die Band das Publikum von Beginn an mit und versetzt es direkt in Feierlaune.
von Redaktion ONETZProfil

Die vier Musiker nennen sich nur mit den Vornamen Menya, Michi, Philip und Franz und rocken als "Oansno" mit Trompete, Bierwagerlschlagzeug, Tuba, Akkordeon und bayerischen Texten die Bühnen in ganz Deutschland. Der Verein "Safe The Scene" bringt die Band am Samstag, 7. Dezember, nach Waldsassen in die Städtische Turnhalle (Egerer Straße 63). Das Konzert mit "Oansno" und der regionalen Band "4Glory" beginnt um 19 Uhr. Die Kulturredaktion traf Michi von "Oansno" zum Interview.

ONETZ: Wie kann man Ihre Musikrichtung am Besten beschreiben?

Michi: Das fragen wir und unsre Plattenfirma uns auch. Da wir den „Fraunhofer Volksmusikpreis“ gewonnen haben, den wohl angesagtesten Wettbewerb im Mundart-Bereich, ist es also auf jeden Fall Volksmusik. Bei Festivals, vor allem außerhalb Bayerns, wird unsere Musik als „Weltmusik trifft Wirtshaus-Punk“ beschrieben.

ONETZ: Sie spielen auf Ihrer Tour auch in Berlin. Wie kommen die bayerische Texte in der Hauptstadt an?

Michi: Wir könnten außerhalb Bayerns wohl auch auf Chinesisch singen, die meisten würden den Unterschied wohl nicht merken. Dafür tanzen sie oft umso heftiger, besonders in den Großstädten und im Ruhrgebiet. Aber „Oane moan i pack i no“ geht überall.

ONETZ: Auf dem ersten Album „Oansno“ findet man die Lieder „Isarkiesel“, „Englischer Garten“, „Nachts am Stachus“ und „Turmbau zu Schwabing“. Warum hat München es Ihnen so angetan?

Michi: Als wir „Oansno“ gegründet haben, haben wir uns gedacht: Da heutzutage alles Bio und regional sein muss, dann ernten wir eben unsere musikalischen Inspirationen vor der Haustüre. Wenn wir aus Regensburg wären, würden wir wohl die Donau oder die Steinerne Brücke besingen.

ONETZ: Sie präsentieren ein Album voller bayerischer Lieder – und dann ist da noch „Dio Filarakia“. Wie landete dieses Lied auf der CD?

Michi: Da es immer mehr Zuhörer gibt, die des Bairischen nicht mächtig sind, haben wir uns gedacht, wir schaffen Chancengleichheit: Griechisch verstehen weder die Bayern, noch die Migranten aus dem Norden – und trotzdem ist es weiß-blau.

ONETZ: Haben Sie musikalische Vorbilder?

Michi: Da unsere Wurzeln in Tirol, Afrika, Ungarn, Griechenland, Niederbayern und München liegen – ich hoffe, ich habe nichts vergessen – sind die Einflüsse wohl eher ein Mix der verschiedenen Kulturen.

ONETZ: Was gibt es für die Zuschauer am Samstag in Waldsassen zu hören?

Michi: Sehr tanzbare Beats und hoffentlich einen lauten sowie leidenschaftlichen Publikums-Chor.

Karten an der Abendkasse.

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