1. Moosbacher Eberhofer-Leberkasfest steigt am 12. Oktober

Und so wird aus einer blöden G'schicht ein prima Fest. Der "falsche Eberhofer" Markus Schmid lädt zum Leberkasfest nach Moosbach ein. Jeder ist eingeladen.

Ihre Laune wird sich merklich bessern. Markus Schmid (links) und Andre Hilburger als "Eberhofer und Birkenberger". Ihr Auftritt beim Moosbacher Weiberfasching führt jetzt zu einer weiteren Festivität in Moosbach.
von Christine Ascherl Kontakt Profil

Termin ist der Samstag, 12. Oktober, Beginn gegen 18 Uhr. Anfangs spielt bis 22 Uhr die Blasmusik (die "Böhmische Blechblous'n"), später legt ein DJ auf. Bürgermeister Hermann Ach stellt kostenlos die Turnhalle zur Verfügung. "Ich habe die volle Unterstützung der Marktgemeinde Moosbach", freut sich der Vohenstraußer Postbote Schmid.

Hintergrund der Idee zum Fest war eine Fundraising-Aktion "Free Eberhofer", die ein Sympathisant aus Pleystein per Facebook gestartet hatte. Als das Constantia-Film-Team die Geldstrafe übernahm, waren die gespendeten 190 Euro übrig. Das Geld wollte Postbote Schmid in "Leberkas für alle" re-investieren.

Jetzt ist es aber so, dass sich prompt Sponsoren für das Fest gefunden haben. Bio-Bäckerin Lisa Forster (Windischeschenbach) stammt auch aus dem Altlandkreis Vohenstrauß und steuert 750 Semmeln bei. Eine Metzgerei hat 18 Kilo Leberkäse in Aussicht gestellt. Getränke zahlen die Gäste selbst (2 Euro, Wasser 1 Euro). Alle Helfer arbeiten unentgeltlich.

Da bleibt ja wieder was über! Soll es auch, sagt Markus Schmid. "Das ganze Fest ist letztendlich für einen guten Zweck." Der Erlös wird zu 80 Prozent an die Kinderkrebshilfe und zu 20 Prozent an die bayerische Polizeistiftung gespendet. "So hat das für alle noch was Gutes."

Der 24-jährige hatte einen Strafbefehl über 1800 Euro kassiert, weil er beim Moosbacher Weiberfasching mit seinem Kumpel Andre Hilburger als "Eberhofer und Birkenberger" ging und dazu eine Original Polizei-Lederjacke trug. Das erfüllt den Tatbestand der Amtsanmaßung durch Titelmissbrauch. Der Amtsrichter schraubte die Höhe noch auf 450 Euro herunter. Mit Prozess- und Anwaltskosten (alles in allem um die 1200 bis 1300 Euro) bleibt die Faschingsgaudi trotzdem ein teurer Spaß.

Das "Kaiserschmarrndrama" um den Oberpfälzer "Leberkasjunkie" blieb auch Autorin Rita Falk nicht verborgen. Sie funkte in der Whatsapp-Gruppe die Hauptdarsteller an. Sebastian Bezzel war sofort dabei. Der Doppelgänger sollte nicht im Regen stehen gelassen werden. Zudem steht eine Einladung: Im Sommer 2020 kommt der nächste Eberhofer-Film in die Kinos. Die Premiere steigt in München. "Ich durfte mir aussuchen, ob ich da hinkomme oder ob sie zusätzlich zu uns kommen", berichtet Schmid. Für ihn keine Frage: "Ich habe Weiden vorgeschlagen."

Im Radiointerview mit dem Bayerischen Rundfunk bestätigte Rita Falk den Ausflug in die Oberpfalz bereits. Der rote Teppich werde zur Premiere von "Kaiserschmarrdrama" auch in Weiden ausgerollt. "Wir werden den Kinosaal füllen."

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