(td) Pater Gerhard Lagleder (63) ist in der mittleren Oberpfalz kein Unbekannter. In Weiden ist er zur Schule gegangen, seit 25 Jahren leistet er humanitäre Arbeit in Südafrika. Jetzt schlägt er Alarm. Es geht um Aids-Medikamente.
Wie Lagleder mitteilt, sei "Aids keine lebensverkürzende Erkrankung mehr, solange der Patient antiretrovirale Medikamente regelmäßig einnimmt". Es dauere in der Regel etwa acht Wochen, bis sich Aids-Patienten wohler fühlen; und etwa ein halbes Jahr bis ihre Virenbelastung unter die Nachweisgrenze sinkt und sie damit nicht mehr ansteckend sind.
"Das konnten wir, die Hilfsorganisation des Malteserordens in Südafrika, durch unser Aids-Behandlungsprogramm HAART (Hoch-Aktive Anti-Retrovirale Therapie) bislang für bis zu 736 Patienten gleichzeitig sicherstellen", informiert der Pater. Das südafrikanische Gesundheitsministerium hat in den letzten Jahren den Helfern die Medikamente kostenlos zur Verfügung gestellt. "Es traf uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel, als wir Ende Juli erfahren mussten, dass die Regierung Lieferschwierigkeiten hat und uns daher momentan nicht versprechen kann, dass wir in nächster Zeit die für die Patienten überlebensnotwendigen Medikamente immer rechtzeitig und in vollem Umfang erhalten können."
Nach einer Krisensitzung der Hilfsorganisation wurde beschlossen, die Garantie für die Versorgung der Patienten zu übernehmen und vorübergehend die Medikamente selber zu kaufen, bis das Ministerium wieder liefern kann. "Darüber hinaus wollen wir jetzt sozusagen ein Polster schaffen. Das heißt wir wollen einen Vorrat von mindestens einem Monatsbedarf, besser drei Monate, anlegen, so dass wir in Zukunft bei ähnlichen Notfällen besser gewappnet sind."
Der Pater, der jedes Jahr einige Wochen in Deutschland verbringt, wo er um Spenden für seine medizinischen und humanitären Einrichtungen bittet, ist nun zusätzlich auf Spenden, angewiesen, die den Kauf der Medikamente ermöglichen. "Wir haben ausgerechnet, was die komplette Aids-Behandlung in unserem Programm im Schnitt kostet und sind auf einen Betrag von knapp drei Euro pro Patient pro Tag gekommen, also 21 Euro pro Woche oder 93 Euro pro Monat oder 1095 Euro pro Jahr, "Mit einer Spende von 21 Euro oder 93 Euro oder 1095 Euro könnten Sie uns und den uns anvertrauten Patienten viel helfen", heißt es in seinem Spendenaufruf.
Spendenkonto: Kontoinhaber Bruderschaft des Seligen Gerhard e.V. , IBAN: DE37 7215 2070 0000 0120 21; SWIFT-BIC: BYLADEM1NEB.













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