Amanda Gorman beim Super Bowl: Von wegen Land ohne Kultur

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Der Star der größten Sportveranstaltung des Landes ist eine 22-jährige Poetin. Das Rahmenprogramm des Super Bowls in den USA lässt Kritiker der angeblich so "kulturlosen" USA dumm da stehen, kommentiert Wolfgang Würth.

Amanda Gorman bei der Vereidigung von US-Präsident Biden. Auch beim Super Bowl trat die Poetin auf.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil
Kommentar

Anstatt Bastian Schweinsteiger vor einem Spiel der Nationalmannschaft über Doppelsechs und falsche Neun reden zu lassen, erhält eine junge Poetin die Chance, aus ihren Werken zu lesen. Man will sich gar nicht vorstellen, was in Deutschland los wäre, würden ARD und ZDF Sendezeit im Fußball-Rahmenprogramm für eine Dichterin „verschwenden“.

In den USA geht das. Das angeblich kulturlose Land hört vor der größten Sportveranstaltung des Jahres der 22-Jährigen Amanda Gorman zu, die ein Heldenlied auf Ärzte und Pfleger in der Corona-Pandemie vorträgt – und ganz nebenbei eines der beliebtesten deutschen Vorurteile über die USA ad absurdum führt. Das Land jenseits des Atlantiks ist so viel, aber eines ganz sicher nicht: kulturlos.

Das Rahmenprogramm beim Super Bowl

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