Weiden in der Oberpfalz
21.02.2019 - 14:44 Uhr

Bayern hat Rücken: Und die Kliniken Nordoberpfalz das Gegenmittel

Die Wirbelsäule wird immer mehr zur Achillesferse. Aber zu dem Thema gibt es auch gute Nachrichten. Eine betrifft einen Termin am Samstag in Weiden.

Wenn der Rücken zwickt, kann der Arzt helfen. Bild: Kliniken Nordoberpfalz
Wenn der Rücken zwickt, kann der Arzt helfen.

Jeder zweite Deutsche hat mindestens einmal im Monat Rückenschmerzen - nicht nur Senioren. Die Gründe sind vielfältig, umso wichtiger ist da jemand, der weiß, worauf es bei der Behandlung ankommt. Dr. Thomas Neubauer-Gartzke ist so jemand. Der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie und Sportmedizin bei den Kliniken Nordoberpfalz ist nicht umsonst zertifizierter Wirbelsäulenchirurg.

Deutschlandweit steigt die Zahl der Rückenoperationen seit Jahren stark an - auch in Bayern. Häufig würden Mediziner falsche Erwartungen und Hoffnungen beim Patienten wecken, sagt Neubauer-Gartzke. "Den Schmerz einfach wegoperieren, das funktioniert in vielen Fällen nicht." Prävention müsse an erster Stelle stehen. "Und sollte dann doch eine Behandlung nötig werden, ist es ratsam, dass die in den meisten Fällen erst einmal konservativ erfolgt." Neubauer-Gartzke denkt etwa an Physiotherapie: Die dauert oft lange, zeigt aber langfristig Erfolge. Die Wirbelsäule lässt sich durch trainierte Muskeln so stabilisieren, dass eine Erkrankung unwahrscheinlich wird. Manchmal ist eine OP aber doch unumgänglich, bei bestimmten Brüchen, akuten Verletzungen, starker Abnutzung oder bei Tumoren. Auch ausgeprägte Befunde eines Bandscheibenvorfalls oder einer Spinalkanalstenose (Druck auf Rückenmark oder Nerv durch Engstellen am Spinalkanal) sollten chirurgisch versorgt werden. "Ein verantwortungsbewusster Wirbelsäulenchirurg fällt die Entscheidung mit dem Patienten und stellt dessen Gesundheit und Wohl in den Mittelpunkt."

Ist ein Wirbel durch Osteoporose geschädigt, kann die Kyphoplastie helfen. "Eine Kyphoplastie ist vor allem geeignet, wenn die Schmerzen eindeutig auf einen Wirbelkörperbruch zurückzuführen sind und sich die Bruchform für das minimal-invasive Verfahren eignet." Dann könne das Verfahren helfen und Patienten von ihren Schmerzen befreien, erklärt der Chefarzt, der seit über elf Jahren am Klinikum Weiden tätig ist.

Bei diesem OP-Verfahren wird ein Ballonkatheter in den beschädigten Wirbelkörper eingesetzt, aufgeblasen und damit ein Hohlraum geschaffen, in den Knochenzement eingespritzt wird. Dies stabilisiert den Wirbel und kann eine Aufrichtung des Wirbels ermöglichen. Patienten sind nach kurzer Zeit mobil. Neubauer-Gartzke und sein Team führen auch komplexere Eingriffe an der Wirbelsäule durch. Dafür steht ein Hybrid-OP zur Verfügung. "Wir haben hier die Möglichkeit der intraoperativen 3D-Darstellung, quasi wie ein Navi und mit Zielkontrolle im Operationssaal."

Orthopädietag in Weiden:

Was ist Osteoporose? Welche Gefahr birgt die chronische Erkrankung? Und wie funktionieren Kyphoplastie oder andere Eingriffe an der Wirbelsäule? Dr. Thomas Neubauer-Gartzke wird es beim Orthopädietag der Kliniken am Samstag, 23. Februar, in der Max-Reger-Halle erklären. Von 9 bis 15 Uhr gibt es zudem eine Ausstellung zum Thema

Das Programm des Orthopädietags Bild: exb
Das Programm des Orthopädietags

Kliniken Nordoberpfalz AG

 
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