Auch in der Coronakrise gilt: Ein guter Witz zur rechten Zeit

Die Coronakrise ist nicht zum Lachen. Gerade deshalb darf man aber auch seinen Humor nicht verlieren, schreibt Manfred Hartung.

Corona beherrscht den Alltag, es sollte nicht auch den Humor der Menschen unterdrücken.
von Manfred Hartung Kontakt Profil
Kommentar

Viktor Emil Frankl, Neurologe und Psychiater aus Wien sowie Begründer der Logotherapie, wurde einst als Jude im Konzentrationslager interniert. Um körperlich und geistig zu überleben, verpflichteten sich die Gefangenen seiner Baracke, sich täglich einen Witz zu erzählen. Das Allerwichtigste für diese armen Menschen war, sich mit dieser absurd anmutenden Aktion zumindest die Freiheit im Kopf zu erhalten. Es verbietet sich natürlich jeglicher Vergleich zwischen Holocaust und Corona-Pandemie. Aber dennoch dürfen sich die Menschen in dieser schlimmen Krisensituation nicht von Angst, Unsicherheit und Depression überwältigen lassen.

Es gibt auf zahlreichen analogen und digitalen Wegen viele Möglichkeiten, gefahrlos mit Freunden, Bekannten, Verwandten, sozusagen mit Schwestern und Brüdern im Geiste, zu kommunizieren. Warum sollte man nicht einfach einmal zu festgelegten Zeiten über eine lustige Geschichte schmunzeln oder auch über einen deftigen Witz lachen dürfen.

Traurig wird der Alltag ohnehin schnell genug wieder werden. So eine unkonventionelle Vorgehensweise hieße ja keinesfalls, dass man die Pandemie und ihre Folgen deshalb auf die leichte Schulter nimmt oder in irgendeiner Weise verantwortungslos durchs Leben läuft, als wäre alles wie immer. Aber wer in seiner persönlichen Bewegungsfreiheit so erheblich eingeschränkt ist, sollte zumindest seine Psyche nicht in Quarantäne stecken. So frei sollten wir sein.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.