"Finanzforum": Was tun bei Niedrigzinsen?

Die anhaltenden Niedrigzinsen frustrieren die deutschen Sparer. Beim von Oberpfalz-Medien organisierten Finanzforum am 20. September erklären Experten unseren Lesern, was diese jetzt beachten und machen sollten.

Das klassische Sparen verliert immer mehr an Bedeutung.
von Julian Trager Kontakt Profil

(jut) Die Minizinsen sind frustrierend, trotzdem nehmen das die meisten Deutschen hin und belassen alles beim Alten - obwohl sie wissen, dass durch die niedrigen Zinsen das klassische Sparen kaum noch was bringt. Damit sich das Sparen im seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsumfeld lohnt, müssen die Menschen ihre Komfortzone verlassen: Die Sparer sollten mehr Risiko gehen, auf verschiedene Anlageformen setzen. "Das klassische Zinssparen wird an Bedeutung verlieren", sagt Hans Joachim Reinke. Der Vorstandsvorsitzender der Union Investment glaubt, dass gerade im Vermögensaufbau ein Paradigmenwechsel ansteht.

Beim von Oberpfalz-Medien - in Zusammenarbeit mit der Fondsgesellschaft Union Investment und der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz - veranstalteten Finanzforum am 20. September können Leser ihre Fragen zu diesem und anderen Finanzthemen an drei Experten stellen, die Auskunft und Tipps geben: Franz-Josef Leven (Stellvertretender Geschäftsführer vom Deutschen Aktieninstitut in Frankfurt), Klaus Riester (Geschäftsführer der Union Investment Privatfonds) und Rudolf Winter (Vorstandssprecher der VR Nordoberpfalz).

79 Prozent der Sparer gehen mit ihrem Vermögen sorgsam um, 70 Prozent sind immer auf dem neuesten Stand, was ihre finanzielle Lage angeht. Aber, und das klingt jetzt paradox: 40 Prozent der Sparer haben bei dem aktuellen niedrigen Zinsniveau keine Lust, verschiedene Geldanlagen zu vergleichen. Außerdem fehle oft das Wissen: 40 Prozent bescheinigen sich selbst schlechte Kenntnisse in Gelddingen. Nicht einmal jeder Zweite hält Aktien auf lange Sicht für ertragreicher als herkömmliche Anlagen. Und: Jedem zweiten Sparer in Deutschland macht es keinen Spaß, sich um seine Finanzen zu kümmern. Zu diesen Ergebnissen kommt das aktuelle Anlagebarometer von Union Investment.

Die niedrigen Zinsen verbessern diese Einstellungen nicht, führen stattdessen zu mehr Frust und Resignation. Das ändert die Mentalität der Sparer, findet Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. "Diesen Menschen müssen wir aufzeigen, dass es Alternativen gibt."

Vielen fehlt dazu allerdings das erforderliche Wissen. Viele glauben, dass zum Ausbau einer ausgewogenen Vermögensstruktur viel Geld nötig ist. "Ein Irrglaube", sagt Gay, "wichtig für Anleger ist die Diversifizierung ihrer Ersparnisse, aber unabhängig von der Summe." Sparbeträge sollen also nicht nur in eine eine Einzelanlage fließen, sondern auf mehrere Anlageformen verteilt werden.

Eine Möglichkeit: Aktien. Besonders bei dem Thema haben die Deutschen noch Hemmungen. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von Union Investment nennen die Deutschen vor allem "Bedenken wegen Kursschwankungen", "zu wenig Geld", "zu zeitaufwendig" und "zu kompliziert" als Haupthindernisse für den Einstieg in renditeorientierte Anlageformen. Dabei zeigt das Anlagebarometer, dass Menschen, die bereits Aktien und Aktienfonds besitzen, viel entspannter an die Sache rangehen.

"Viele Anleger müssen sich überwinden, ihr Geld in Aktien und Aktienfonds anzulegen. Diejenigen, die bereits investiert haben, scheinen sich damit aber recht wohlzufühlen, weil sie das Auf und Ab an der Börse weniger als Risiko, sondern vielmehr als Chance begreifen und für ihr Durchhaltevermögen letzten Endes mit einer attraktiven Rendite belohnt werden", sagt Union-Investment-Geschäftsführer Gay.

Info:

Anmeldung erforderlich

Die Teilnahme am Finanzforum von Oberpfalz-Medien am 20. September von 18 bis 21 Uhr ist kostenlos. Veranstaltungsort ist das Verlagsgebäude "Der neue Tag" in der Weigelstraße 16, Weiden, Medienraum im Erdgeschoss. Voraussetzung für die Teilnahme ist jedoch die verbindliche Anmeldung. Teilnehmer können ihre Fragen per E-Mail unter leserservice[at]oberpfalzmedien[dot]de, im Internet unter onetz.de/finanzforum oder per Telefon 0961/85-501 einreichen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.