Fragen und Antworten zu Corona: Wann darf jemand vom Flughafen abgeholt werden?

Wie ist es mit dem Abholen von Reisenden? Wer darf zum Essen kommen. In Sachen Corona fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Wir beantworten wieder einige Fragen unserer Leser.

Fast menschenleer zeigt sich das Terminal 1 am Flughafen München.
von Redaktion ThemenProfil

Ist es erlaubt Familienangehörige zum Flughafen zu fahren (wenn man in einem Hotspot wohnt)?

Die Hot-Spot Regelung des § 25 Abs. 1 der 11. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erfasst nur touristische Tagesreisen, das heißt Ausflüge, die der Freizeitgestaltung (z.B. Wandern, Spazieren gehen, freizeitsportliche Aktivitäten etc.) dienen. Bring- und Abholfahrten von Familienangehörigen zum Flughafen fallen nicht darunter und sind auch im Hinblick auf die allgemeine Ausgangsbeschränkung in § 2 der Infektionsschutzverordnung möglich.

Unabhängig hiervon gilt es aber, die Ausgangssperre zu beachten, die bayernweit einheitlich in Kraft ist. Hiernach ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum von 21 Uhr bis 5 Uhr nur noch bei Vorliegen eng begrenzter Ausnahmen zulässig. Für die Abholung von Freunden oder Verwandten am Flughafen oder Bahnhof gilt: Grundsätzlich sollte das Bringen und Abholen ohne einen weiteren Kontakt erfolgen. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege weißt in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass das Abholen von Reiserückkehrern, etwa am Flughafen oder Bahnhof, für die abholende Person nur dann einen Ausnahmetatbestand von der Ausgangssperre nach § 3 Nr. 4 der 11. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung darstellt, wenn die abzuholende Person minderjährig oder unterstützungsbedürftig ist.

Darf ich meine zwei Kinder zu meinen Eltern mitnehmen, während ich mich um sie kümmere oder Erledigungen mache?

Grundsätzlich gilt eine Kontaktbeschränkung: Es dürfen sich also nur die Angehörigen eines Hausstandes plus eine Person aus einem anderen Hausstand treffen. Der Ort ist egal. Die Beschränkung gilt ausdrücklich dann nicht, heißt es auf Seiten des bayerischen Gesundheitsministeriums, wenn im Zusammenhang mit der Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts mehr als eine haushaltsfremde Person getroffen werden soll. Die Großeltern dürfen demzufolge beispielsweise zwei Enkel, die im selben Hausstand leben, gleichzeitig betreuen. Eine weitere Ausnahme ist für die wechselseitige, unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften vorgesehen. Diese ist dann zulässig, wenn sie Kinder aus höchstens zwei Hausständen umfasst.

Dürfen wir am kommenden Sonntag als Großeltern unsere beiden erwachsenen Enkel aus einem Haushalt zum Essen einladen?

Das bayerische Kabinett hat erst in seinem Beschluss an diesem Mittwoch noch einmal darauf hingewiesen, dass "private Zusammenkünfte … weiterhin nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person zulässig" sind. Es darf also nur einen Enkel zum Essen kommen.

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