Gebürtige Weidenerin Judith Bogner kandidiert für Grünen-Landesvorsitz

Mitte Oktober wählen die Grünen eine neue Landesvorsitzende. Auch eine Oberpfälzerin tritt an - nicht zum ersten Mal.

Judith Bogner.
von Frank Werner Kontakt Profil

Am Freitag hat sie ihre erneute Bewerbung offiziell verkündet: Judith Bogner (50) aus Mühldorf am Inn möchte neue Landesvorsitzende der Grünen werden. Die gebürtige Weidenerin war bereits vor zwei Jahren im Rennen um das Amt angetreten, scheiterte aber mit rund 22 Prozent der Stimmen - ein Achtungserfolg.

Der Landesparteitag der Grünen ist für den 19. und 20. Oktober in Lindau angesetzt. Landeschefin Sigi Hagl (52) hat bereits erklärt, dass sie nach sechs Jahren nicht mehr antreten werde. Die Niederbayerin will bei der Kommunalwahl im März 2020 das Landshuter Rathaus erobern.

Bogners Konkurrentin ist Eva Lettenbauer aus Schwaben. Die 26-Jährige war nach ihrem Grünen-Eintritt im Jahr 2011 von 2013 an Jugendsprecherin im Kreis Donau-Ries, 2017 übernahm sie den Kreisvorsitz. 2015 wurde sie zur Sprecherin der Grünen-Jugend in Bayern gewählt. Im vergangenen Jahr zog die studierte Wirtschaftsingenieurin in den Landtag ein, wo sie als stellvertretende parlamentarische Geschäftsführerin dem Fraktionsvorstand angehört. Sie gilt als Favoritin für den Landesvorsitz.

Bogner verpasste 2018 als Direktkandidatin in Mühldorf am Inn, wo sie auch den Kreisvorsitz innehat, den Einzug in den Landtag. Vor 30 Jahren hat Bogner ihr Abitur am Elly-Heuss-Gymnasium in Weiden gemacht. Danach absolvierte sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau und studierte anschließend Wirtschaftssinologie.

Zehn Jahre arbeitete sie als Moderatorin bei Bloomberg TV in London. Ihre Ruhe findet sie in ihrem Haus in Schwindegg (Kreis Mühldorf am Inn), das sie mit ihrem Mann 2016 bezogen hat. Zwei Katzen gehören zu den Mitbewohnern, ein Bienenvolk ist ihre große Passion.

In ihrer Bewerbung schreibt die Oberpfälzerin unter anderem: "Als grünes Team will ich mit Euch gemeinsam auf die Menschen zugehen, die außerhalb unserer bisherigen Zielgruppen stehen - die aber unser Zukunftspotential erkannt haben. Im Handwerk, in den Unternehmen, den Gewerkschaften, der Wissenschaft, unter Investoren - und ja, auch in der Landwirtschaft - ist es angekommen, dass die ökologische Wende eine ökonomische Notwendigkeit geworden ist und eine große Chance der Erneuerung darstellt."

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