Rohrsanierung in der Oberpfalz Die Gefahr im Untergrund: Viele Wasserrohre müssen erneuert werden - auch in der Oberpfalz

Tausende Kilometer Rohre sind in Bayern in die Jahre gekommen und müssen bald ausgetauscht werden. Wie steht es um die Wasserrohre in Oberpfälzer Städten? Nachgefragt in Tirschenreuth und Weiden.

Ein kaputtes Wasserrohr wurde für den Austauch freigelegt.
von Maria Oberleitner Kontakt Profil

Das Tirschenreuther Wasserleitungsnetz ist - mit Hausanschlüssen - 217 Kilometer lang. Die ersten Wasserleitungen wurden 1894 verlegt - seit 2016 läuft deren Sanierung. Vier Straßenzüge in der Tirschenreuther Altstadt wurden bereits saniert, der fünfte wird im kommenden Jahr erneuert. "Je nachdem wie aufwendig die Sanierung ist, dauert sie zwischen drei und zwölf Monaten", sagt Thomas Kraus, Leiter der Stadtwerke Tirschenreuth. Die Sanierung erfolge stets in enger Zusammenarbeit mit der Stadt. "Steht eine Kanalsanierung an, prüfen wir, ob wir auch die Rohre erneuern. So muss die Straße nur einmal aufgerissen werden", so Kraus.

"Das Netz lebt", sagt Stefan Schinabeck, Abteilungsleiter Gas und Wasser bei den Weidener Stadtwerken. Immer mehr Rohre wurden im Laufe der Jahre an das Wassernetz - gerade rund 400 Kilometer lang - angeschlossen. "Wir sanieren immer. Die Wasserleitungen sind schließlich unser Kapital." In elf Straßen werden 2020 Wasserrohre saniert, informiert Schinabeck. "Gerade, wenn verstärkt Rohrbrüche auftreten, erneuern wir - zumindest Teilstücke." Denn zwei Kilometer auf einmal zu sanieren sei unmöglich. Das älteste Weidener Wasserrohr liegt in der Leuchtenberger Straße und ist noch von vor 1925. "Das genaue Jahr wissen wir nicht. Aber das Rohr ist immer noch gut."

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