Gleiche Bildungschancen: Jede Schule muss erste Klasse sein

Der Unterricht in einer Oberpfälzer Dorfgrundschule muss genauso gut sein, wie in München oder Nürnberg. Das Kultusministerium darf sich hier nicht hinter Zahlen und Verteilschlüssel verstecken, findet Wolfgang Würth

Leere statt Lehre. In Oberpfälzer Grundschulen fällt häufig der Unterricht aus oder es gibt nur Vertretung.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil
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Oberpfälzer Dorfschulen brauchen Hilfe. Denn es reicht nicht, wenn das Kultusministerium den Erhalt kleiner Landschulen verspricht. Es muss ebenfalls gewährleistet sein, dass das Niveau nicht hinter dem Standard in den Großstädten und deren Umfeld zurückbleibt.

Wenn man sich mit Eltern und Lehrern abseits offizieller Verlautbarungen unterhält, bietet sich aber genau dieser Eindruck. Während es an Münchener Grundschulen Zusatzangebote wie den Arbeitskreis Schafkopfen gibt, sind die Eltern an mancher Oberpfälzer Schule schon glücklich, wenn ihren Kindern Lesen, Schreiben und Rechnen vernünftig vermittelt wird. Oft genug gibt es das böse Erwachen spätestens dann, wenn die Schüler von der 50-Kinder-Schule ans Gymnasium nach Weiden oder Amberg wechseln und dort dann regelrecht untergehen.

Dass Lehrer in Oberbayern nach dem selben Schlüssel verteilt werden wie in der Oberpfalz, ist kein Argument. Der Maßstab muss sein, wie gut und umfassend die Kinder unterrichtet werden. Wenn hierfür in der Oberpfalz mehr Lehrerstunden pro Kind nötig sind, dann muss es dafür eben auch mehr Lehrerstunden geben. Das ist das Kultusministerium der Region schuldig, wenn es Bayerns Staatsregierung mit der Gleichheit der Lebensverhältnisse auf dem Land wirklich ernst meint.

Mähring
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