Hitze: erste Unterrichtsausfälle

Die spannende Frage für alle Schüler: Gibt es diese Woche hitzefrei? Die drei Weidener Gymnasien sprachen sich schon am Montagvormittag ab und beschlossen: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag entfällt der Nachmittagsunterricht.

Raus aus der Schule, rein ins Waldbad Sulzbach-Rosenberg.
von Christine Ascherl Kontakt Profil

Nicht alle werden jubeln. Für Kinder, die zur Nachmittagsbetreuung oder in der Ganztagsschule angemeldet sind, müssen erst noch die Eltern die Zustimmung geben. Sollte es betreuungstechnisch gar nicht gehen, können diese Kinder in der Schule bleiben und werden selbstverständlich betreut. Ihr Schaden soll es nicht sein, tröstet "Elly"-Direktor Reinhard Hauer: "Unsere Kräfte sind erfahren genug, damit umzugehen." Sein Mädchengymnasium - ein Glasbau - war maßgeblich bei der Absprache mit den Kollegen des Weidener Kepler- und Augustinus-Gymnasien: "Ich habe das heißeste Schulhaus."

Generell gilt in Bayern: Die Verantwortung trägt allein der Schulleiter. Er entscheidet über ein vorzeitiges Unterrichtsende an sehr heißen Tagen. "Es gibt da keine rechtsverbindliche Regelung", sagt Schulamtsdirektorin Beatrix Hilburger, Leiterin des Schulamtes Amberg-Sulzbach. Ausschlaggebend sei nicht eine bestimmte Temperatur. Vielmehr müssten die Rektoren die konkrete Situation und die Gesamtumstände abwägen: Raumklima, Schülerbeförderung, Möglichkeit einer Verlagerung in kühle Räume. Wie sich die Schulleiter in ihrem Landkreis in der angekündigten "Sahara-Woche" entscheiden werden, wusste sie am Montag noch nicht. Es sind Absprachen wegen der Schülerbeförderung nötig. Und auch Beatrix Hilburger gibt Entwarnung für berufstätige Eltern: "Die Aufsicht ist natürlich garantiert."

Die Regelung, dass die Schulleiter entscheiden, sei nicht neu, sagt Julia Kuntz, Sprecherin im Bayerischen Kultusministerium. Verändert haben sich allenfalls die Gegebenheiten an den Schulen: eine wachsende Zahl an Ganztagsschülern und die Berufstätigkeit der Eltern. Gleichzeitig sei aber mancherorts gerade von berufstätigen Eltern der Wunsch an die Schulen herangetragen worden, auch ihren Kindern an heißen Tagen einen früheren Schulschluss zu ermöglichen. Mit der vorliegenden Regelung bestehe größtmögliche Flexibilität.

Beim Schulsport gilt dieser Tage: je früher, desto besser. Für Sportfeste haben viele Schulen zwei Pläne in der Schublade. Einen regulären und einen Hitzeplan, der Langstreckenläufe vorzieht.

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