Klinik-Pendler: Tschechien lenkt ein

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Erfolg für eine Initiative des Weidener Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch (SPD): Gesundheitspersonal darf weiter einreisen.

Dicht: der Grenzübergang Waldsassen.
von Jürgen Herda Kontakt Profil

Der Weidener Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch hat auf die drohende Notlage der Oberpfälzer Kliniken nach Tschechiens weitgehendem Ein- und Ausreisestopp reagiert und Michael Roth (SPD), Staatsminister für Europa Außenminister, um Unterstützung gebeten. "Offenbar hat das auch mit zum Erfolg beigetragen", freut sich der Generalsekretär der bayerischen SPD über die Ausnahmen für das Gesundheitspersonal, die das tschechische Kabinett morgen beschließen soll.

Kanzlerin und Ministerpräsidenten warben für Lösung

Demnach dürfen Angehörige des Gesundheits- und Rettungswesens sowie der sozialen Dienste, die in Deutschland oder Österreich arbeiten, aber in Tschechien leben, die Grenze nun doch weiter täglich überschreiten. Das habe Innenminister Jan Hamácek auf Grundlage entsprechender Wünsche aus den beiden Nachbarstaaten entschieden, teilte seine Sprecherin am Mittwochabend in Prag mit. Für alle anderen Berufspendler gilt, dass sie ab Donnerstag in den jeweiligen Nachbarländern für einen längeren Zeitraum arbeiten müssen. Nach der Rückkehr nach Tschechien kommen sie in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne.

Laut Grötsch hätten auf Roths Initiative hin die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidenten von Bayern und Sachsen persönlich in Telefonaten mit dem tschechischen Premierminister für einen möglichst weitgehenden Erhalt der Pendlerregelung geworben. Auch der deutsche Botschafter habe mehrfach mit dem Premierminister sowie den zuständigen Ministern und Vize-Ministern gesprochen.

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