Kommentar: Die C-Krise und die K-Frage

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Maria Oberleitner vermutet, dass Söder recht behalten könnte mit seiner Aussage über den künftigen Kanzlerkandidaten: Der müsse sich in der Krise bewährt haben. Das würde die Auswahl innerhalb der Union minimieren - auf zwei Personen.

Die Bildkombo zeigt Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern.
von Maria Oberleitner Kontakt Profil
Kommentar

Auch wenn Markus Söder noch so oft wiederholt, dass sein Platz in Bayern sei - es bleibt doch recht wahrscheinlich, dass er seine Finger im Spiel haben wird, wenn es um die Kanzlerkandidatur geht.

Nun hat Söder bei einem Interview im "Tagesspiegel" betont, der künftige Unions-Kanzlerkandidat müsse sich in der Coronakrise bewiesen haben - womit er ja auch nicht ganz falsch liegen könnte. In der Krise jedenfalls von sich reden gemacht haben weder Friedrich Merz noch Norbert Röttgen, sondern lediglich die beiden Ministerpräsidenten Armin Laschet und Markus Söder. Und so stellt sich die Frage aller Fragen: Sieht man als Kanzler den doch eher selbstherrlichen, aber viel für seinen souveränen Umgang mit der Krise gelobten Franken oder doch den Aachener, der versucht, es allen recht zu machen und dabei kaum von seinem Schlingerkurs abweicht? Angela Merkel, die sich mit ihrem Krisenmanagement wohl am eindeutigsten bewiesen hat, hat sich ja bereits selbst aus dem Rennen genommen. Dass man im Jahr 2020 gar nichts gegen eine weitere Amtszeit für "Mutti" einzuwenden hätte, wäre für viele vor ein paar Jahren noch unvorstellbar gewesen.

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