Zufriedenheit macht sich breit in den Gesichtern jener Künstler, die in der Aula der Sophie- und Hans-Scholl-Realschule in Weiden zugegen sind und dort ausstellen. Zahlreich sind sie gekommen zur Vernissage des Oberpfälzer Kunstvereins (OKV).
Ursache ist nicht allein die Auswahl der wieder sehr schönen Arbeiten unterschiedlicher Genres. Das Ambiente ist verwandelt und heller. Das viel zu düstere Schulfoyer, grundsätzlich ungeeignet für die Präsentation von Kunstwerken, hat sich wesentlich geändert. Dem OVK steht keine andere Ausstellungshalle zur Verfügung, muss deshalb Jahr für Jahr wieder dankbar sein, dass die Schule während der Ferien Forum bietet. Vorsitzende Irene Fritz spricht vor weißen Stellwänden. Der OKV hat investiert und sich mit Hilfe von Sponsoren neuen Tafeln angeschafft.
Die Künstler schufen Neues, ohne einer Thematik unterworfen worden zu sein. Das macht sie frei für Vielfalt in Technik, Ausdruck, der Motivsuche. Klassiker gehören dazu, "Frau mit Katze" ist eine Keramik benannt, "Rettet die Bienen" ein Beitrag zum Artensterben. Mischtechnik mischt sich mit Aquarellen, Keramik vor Acryl. Nur wenig Ölmalerei ist dabei, vielleicht nicht mehr "in"?
Als Preisträgerin für die Jugend ist die sehr junge Fachoberschülerin Bettina Hammer mit eindrucksvollen Malereien diesmal dabei. Der Druckgrafik wird viel Platz eingeräumt, ist dann auch Gegenstand der Rede von Irene Fritz, die dieser Kunstart Geschichtliches wie Erklärungen zur Technik einräumt.
Der Besucher trifft auf Kunst, die schön ist, und auf Unbequemes, das man erst gar nicht anschauen mag und dennoch nachdenklich stimmt. Manches Motiv erschließt sich von der Ferne, anderes nicht einmal bis zu dem Moment, an dem der Betrachter wieder dem Ausgang zustrebt.
Die Ausstellung in der Hans- und Sophie-Scholl-Realschule Weiden, Kurt-Schumacher-Allee, kann bis 23. Juni (11 bis 17 Uhr) besichtigt werden.



















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