Meinung Schnelltests für Schüler - schnell

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Seit 2. Februar gehen Abschlussschüler wieder zur Schule. Überall in Bayern? In der nördlichen Oberpfalz sind drei Kreise aufgrund hoher Inzidenzwerte ausgenommen. Das kann so nicht bleiben, meint Redakteurin Christine Ascherl.

Ein Klassenzimmer? Davon können Schüler in den Landkreisen Neustadt/WN, Tirschenreuth und der Stadt Weiden seit über zwei Monaten nur träumen.
von Christine Ascherl Kontakt Profil
Kommentar

Es wird Zeit für einen politischen Kurswechsel. Weg vom endlosen Lockdown. Hin zu einem "Leben mit dem Virus". Wie das gehen soll?

Vor einem Jahr machte die Grenze dicht: Pendler mussten draußen bleiben. Vor einem Jahr schlossen Seniorenheime ihre Pforten: Besucher galten als zu gefährlich. Vor einem Jahr zogen die Hausmeister die Schultore zu: Seither haben die meisten Schüler Nordbayerns nur eine Handvoll Tage mit regulärem Schulunterricht erlebt.

Und heute? Heute können Pendler Schnelltests an der Grenze machen, um in ihre "systemrelevanten Betriebe" zu kommen. Heute können sich Besucher von Seniorenheimen am Eingang abstreichen lassen und dann ihre Angehörigen besuchen, um lebensnotwendigen Zuspruch zu geben.

Aber die Schüler? Die sitzen daheim. Nicht systemrelevant genug? Nicht gefährdet genug? In Tirschenreuth, Neustadt und Weiden - bei diesen Inzidenzwerten - werden Kinder bis zum Nimmerleinstag die eigenen vier Wände hochgehen. Die Region in der Mitte Europas wird immer Hotspot-gefährdet sein.

Es müssen andere Ideen her, als dünne Appelle an Vernunft und Geduld. Schnelltests müssen neben Impfungen und Inzidenz-Zonen als dritte Säule der Pandemiebewältigung aufgebaut werden. Engmaschige Laientests in Brand-Regionen können die Eintrittskarte zum Leben sein: nicht nur für Pendler und Heimbesucher - sondern auch für Schüler.

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