Die Übernahme der Regensburger Brauerei Bischofshof durch Schneider Weisse könnte auch Folgen für Amberg haben. Seit 1992 betreibt die Brauerei ein Zelt beim Mariahilfbergfest – wie es damit weitergeht, ist derzeit ungewiss. Dass eine Regensburger Brauerei auf dem Amberger Traditionsfest vertreten ist, hat einen historischen Grund: 1992 übernahm Bischofshof die Amberger Malteser-Brauerei. Fast 300 Jahre lang wurde dort Bier gebraut, bevor der Betrieb nach der Übernahme eingestellt wurde. Als Nachfolger der Malteser-Brauerei führte Bischofshof das Zelt auf dem Bergfest weiter.
In einer Pressemitteilung zur angekündigten Übernahme heißt es nun: „Schneider Weisse soll zum 1. Januar 2027 von der Brauerei Bischofshof die Rechte an den Marken ‚Bischofshof‘ und ‚Weltenburger‘ erwerben.“ Anders sei ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb der Marken nicht mehr möglich gewesen, erklärt Bischofshof-Geschäftsführer Till Hedrich.
Das ändert sich heuer
Der Kirchenpfleger der Wallfahrtskirche Maria Hilf, Roland Nitzborn, erklärt: „In diesem Jahr wird es keine Änderungen geben, da die Brauerei Bischofshof erst im Januar 2027 vollständig an Schneider Weisse übergeht.“ Das bestätigte auch ein Sprecher der Brauerei. Wie es danach weitergeht, ist noch offen, so Nitzborn.
Hedrich begrüßt die sogenannte „bayerische Lösung“. Die Brauerei liegt bereits in unmittelbarer Nachbarschaft zu Schneider Weisse in Kelheim. So könne ein wichtiges Stück bayerischer Brautradition erhalten bleiben – ohne Geschäftsaufgabe oder eine Zerschlagung durch Investoren ohne regionalen Bezug. „Fakt ist, dass für Schneider Weisse das Engagement in der Region und damit auch bei Festen und Veranstaltungen weiterhin einen hohen Stellenwert hat. Die Detailfragen sind aktuell noch in Klärung“, erklärt ein Sprecher von Schneider Weisse.
Fest steht jedoch: Im Bischofshof Festzelt werden heuer – wie bereits im vergangenen Jahr – Malteser Weißbierbock und Bischofshofbier ausgeschenkt. Das Mariahilfbergfest findet vom 27. Juni bis 5. Juli statt.













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