Söder und Huml feiern Weidens Klinikum

Die Erweiterung des Weidener Klinikums ist fertig. Zur Feier kamen auch Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsministerin Melanie Huml. Besonders Söder ist begeistert vom Krankenhaus - und kündigte weitere Investitionen an.

Der US-amerikanische „Black Hawk“ durfte aus Sicherheitsgründen nicht landen. Dafür zog es Ministerpräsident Söder und Gesundheitsministerin Huml und viele Gäste im Weidener Klinikum aufs Dach. Sie feierten die Fertigstellung der letzten beiden Bauabschnitte, zu denen auch eine Infektionsstation gehört, die in Zusammenarbeit mit dem Amberger Marienkrankenhaus betrieben wird.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Die Gesundheit hat für den früheren Fachminister immer noch erste Priorität. Deshalb lässt sich Ministerpräsident Markus Söder auch gegen Grippe impfen, wie er am Freitag in Weiden bei der Feier zur Erweiterung des Klinikums mitteilte. Ein schwieriger Termin bei der jetzigen Gesundheitsministerin Melanie Huml. Söder: "Nur gut, dass sie Ärztin ist."

Im Weidener Haus, das dem Verbund "Kliniken Nordoberpfalz AG" angehört, sind in den vergangenen 35 Jahren über 160 Millionen Euro investiert worden, bei 80-prozentiger Förderung durch den Freistaat. Nun sind auch der Bauabschnitt 8 (Infektionsstation in Zusammenarbeit mit dem Marien-Krankenhaus Amberg, die Palliativstation und der Hubschrauber-Landeplatz auf dem Dach) und der Bauabschnitt 9 (Verdreifachung der Zentralen Notaufnahme) fertiggestellt.

Söder sprach von einem "Super-Krankenhaus auf höchstem Niveau." Solche Krankenhäuser müssten seiner Meinung nach Lebenshäuser heißen. Er versprach, die nördliche Oberpfalz weiter zu unterstützen. Er betonte sogar ein "Bekenntnis zur Oberpfalz". Er habe in der Region so viel Kreativität kennengelernt. Deshalb sage er Ja zur Oberpfalz und Ja zur Infrastruktur. Söder kündigte an, die Rekordinvestitionen des Freistaats in die Krankenhauslandschaft die nächsten fünf Jahre zu halten. Das macht fast 650 Millionen Euro aus.

In einem Grußwort hatte Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß an Söder und Huml appelliert, nochmals die Krankenhausfinanzierung anzuschauen. Von 29 kommunalen Trägerschaften würden nur fünf schwarze Zahlen schreiben. Der Ministerpräsident verwies auf die Bundeszuständigkeit. Gleichzeitig sprach er sich aber auch gegen eine rein zentralistische Krankenhauspolitik aus. Diese wäre schwierig für den ländlichen Raum.

Sorgen bereite der ärztliche Nachwuchs. "Wir haben mehr Studenten, aber weniger Ärzte. Dokumentationen und Bürokratie müssten zurückgeführt werden. Dafür brauche der medizinische Beruf mehr Freiheiten. Um mehr Ärzte für den ländlichen Raum zu gewinnen, sollen diesen Studienplätze, auch ohne NC, reserviert werden.

Söder ließ einfließen, dass er den NC geschafft hätte. Aber er konnte kein Blut sehen. "Nur politisches." Schließlich bekannte sich der Ministerpräsident zu einer höheren Anerkennung der Pflege- und Hebammenberufe. Ideell und finanziell.

Pech hatten die Klinikumsverantwortlichen mit der geplanten Landung eines US-amerikanischen "Black Hawk"-Hubschraubers. Wegen der hereinbrechenden Dunkelheit musste aus Sicherheitsgründen auf die Dachlandung verzichtet werden. Und der Christoph 80 darf bei Dunkelheit eh nicht eingesetzt werden.

Melanie Huml und Markus Söder in Weiden

Weiden in der Oberpfalz
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