Tennet vergibt Auftrag für Süd-Ost-Link-Kabel

Der Süd-Ost-Link ist zuletzt etwas aus den Schlagzeilen verschwunden. Betreiber Tennet hat die Arbeiten dennoch vorangetrieben - und vermeldet nun einen Meilenstein.

Ein Stromkabel wird verlegt. Inzwischen steht auch fest, welche Unternehmen den Süd-Ost-Link durch die Oberpfalz ziehen sollen.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Der Netzbetreiber Tennet hat den Auftrag für die Verlegung der Kabel für den Süd-Ost-Link an zwei Unternehmen vergeben. "Das Unternehmen NKT GmbH & Co. KG und die italienische Prysmian Powerlink werden die Kabel für die rund 500 Kilometer lange Gleichstrom-Verbindung zwischen Wolmirstedt bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt und Isar bei Landshut in Bayern liefern", heißt es in einer Erklärung von Tennet und Projektpartner 50 Hertz. Durch die Festlegung auf die Kabellieferanten sei das "Gleichstrom-Projekt der Realisierung einen wichtigen Schritt näher gekommen", meldet Tennet weiter.

Die Planungen gehen auch in der Coronakrise ohne Verzögerung voran, bestätigt das Unternehmen. Derzeit laufe die Planfeststellung, diese soll für alle sechs Abschnitte 2021/22 abgeschlossen sein, im Anschluss könnten dann die tatsächlichen Arbeiten zum Verlegen der Erdkabel beginnen.

Keine Verzögerung durch Corona

Die Corona-Pandemie habe die Arbeiten bisher kaum behindert. Laut Tennet-Sprecherin Carolin Kürth konnte in vier der sechs Abschnitte "die Öffentlichkeitsbeteiligung wie geplant durchgeführt werden". Das gilt auch für die Gebiete in der Oberpfalz. Weiter im Süden mussten mehrere Bürgerforen wegen der Pandemie entfallen. Alle Informationen seien im Netz veröffentlicht worden. "Die Bürger hatten zudem die Möglichkeit am Telefon gemeinsam mit den drei Bürgerreferenten die Planungen nachzuvollziehen und konnten Hinweise zur Planung sowohl telefonisch als auch postalisch und per E-Mail bei uns einreichen", erklärt Kürth. Auch bei der Bürgerbeteiligung der Bundesnetzagentur seien keine Verzögerungen bekannt.

Derzeit erarbeite Tennet nun den exakten Verlauf der Trasse. Betroffenen Grundstückseigentümern werde die Planung in Einzelgesprächen vorgestellt. Außerdem laufen Voruntersuchungen schon seit vergangenen Sommer. Ganz ohne Widerstände gehen diese Arbeiten allerdings nicht ab, gibt Carolin Kürth zu.

Strafrechtlich relevant

Manche Grundeigentümer verweigern etwa ihr Einverständnis. "In Einzelfällen wurde auch strafrechtlich relevantes Verhalten beobachtet, wie beispielsweise das Verhindern der Arbeiten trotz Duldungsverfügung sowie das Entwenden von ausgebrachten Materialien, die zur Kartierung bestimmter Arten zwingend erforderlich sind", berichtet Kürth. Hiergegen ergreife Tennet rechtliche Schritte. Ansonsten setze das Unternehmen auf Gespräche. "Wir möchten jedoch auch ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Eigentümer und Nutzungsberechtigten der untersuchten Flächen per Gesetz verpflichtet sind, diese Arbeiten zu dulden."

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Kommentare

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Hilde Lindner-Hausner

Ah ja Bürgerbeteiligung alles im Lot aber doch nicht komplett in allen Abschnitten????
Entweder oder.

12.05.2020