04.06.2018 - 18:05 Uhr
Deutschland & Welt

Wo die Welt untergeht

Wer am Sonntag den "Tatort" gesehen hat, fragt sich, wie sich die Münchner BR-Granden dieses Nordbayern tatsächlich so vorstellen. Ein Angemerkt von Wolfgang Würth.

von Wolfgang Würth Kontakt Profil
Kommentar

Einblick in die skurrile Reichsbürger-Welt hat der BR für den Sonntags-"Tatort" versprochen. Tatsächlich bot der Krimi mit den Kommissaren Batic und Leitmayr vor allem Einblick in die skurrile Vorstellungswelt von BR-Redakteuren und -Drehbuchschreibern. Der Menschenschlag kennt Toskana und Thailand wie seine Westentasche, Bayern nördlich von Freising aber nur aus seiner Fantasie.

Und es sind düstere Fantasien mit verlassenen Orten, ohne Nahrungsmittelversorgung und mit vier Satellitenschüsseln an jedem Haus. Weil die Szenerie aber auch so gut passt zur Weltuntergangssekte im "Freien Land", sparen wir uns die Entrüstung und lassen die Mistgabeln im Stall.

Wenn der "Tatort"-Endzeitort Traitach aber im niederbayerischen Landkreis Deggendorf liegt, bleibt die Frage, wie sich die BR-Macher denn die Oberpfalz vorstellen? Vermutlich spielt der Krimi nicht in Vohenstrauß, weil sie den Kommissaren die anstrengenden Verfolgungsjagden im Lendenschurz von Ast zu Ast ersparen wollten. Sind ja nicht mehr die jüngsten, die beiden.

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