Zum Auftakt des Prozesses gegen einen 52-Jährigen wegen sexueller Nötigung und vorsätzlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Regensburg wartete der Angeklagte mit einer abenteuerlichen Erklärung auf. Danach sei er völlig unschuldig Opfer eines Komplotts geworden.
Laut der Anklage habe er 2017 abends auf einem Spielplatz in Cham eine Frau und zwei Männer angetroffen, die dort Alkohol tranken. Mit ihnen soll er in die Wohnung der späteren Geschädigten und deren Lebensgefährten, sowie dem Ex-Freund der Frau weiter getrunken haben. Als die damals 26-Jährige zur Toilette ging, soll er ihr gefolgt sein und Sex verlangt haben, was diese abgelehnt habe. Der Angeklagte verstrickte sich in Widersprüche. Er habe das Trio aus dem Nachbarhaus flüchtig gekannt. Er bezeichnete sie als Junkies. In der Wohnung hätten die drei wegen Geld gestritten, wobei die stark angetrunkene Frau immer wieder gestolpert und hingefallen sei. Gegen Mitternacht habe der Angeklagte nach der Toilette gesucht. Die Frau habe ihm den Weg gezeigt und nach Geld für Drogen gefragt. Sie sei mit ihm in die Toilette gegangen, habe ihm in die Hose gefasst, was er abgelehnt habe.
Richterin Bettina Mielke bemerkte: "Das ist jetzt die dritte Version." Vor einem Jahr stand der Angeklagte schon einmal vor Gericht. Auch hier hatte er Erklärungen parat. Am Ende wurde er zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Der Prozess dauert noch an.













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