Wunsiedel
11.04.2023 - 13:40 Uhr

Wunsiedel: Kinderhilfe-Einrichtung um Normalität bemüht

Nach dem Tod eines zehnjährigen Mädchens in Wunsiedel versuchen die Kinder und Mitarbeitenden der Kinderhilfe-Einrichtung wieder in den Alltag zu finden.

An der Zufahrtsstraße zum Kinder- und Jugendhilfezentrum wurden Blumen und Grablichter niedergelegt. Bild: Daniel Vogl/dpa
An der Zufahrtsstraße zum Kinder- und Jugendhilfezentrum wurden Blumen und Grablichter niedergelegt.

Die Kinderhilfe-Einrichtung im oberfränkischen Wunsiedel versucht nach dem Tod eines zehnjährigen Mädchens weiter, den Vorfall mit professioneller Hilfe zu bewältigen. Für die Kinder, Jugendlichen und Beschäftigten sei es wichtig, ein Stück weit Normalität zu erleben, sagte eine Sprecherin der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg am Dienstag. „Die Kolleginnen und Kollegen geben alles, um das zu ermöglichen.“ Die Jugendfürsorge ist Träger der Einrichtung.

Auch knapp eine Woche nach Bekanntwerden des mutmaßlichen Tötungsdelikts sei die Stimmung in der Stadt immer noch sehr gedrückt, sagte der Zweite Bürgermeister von Wunsiedel, Manfred Söllner (SPD), am Dienstag. Der größte Teil der Bevölkerung sei in tiefer Trauer. Er selbst könne noch immer nicht glauben, was geschehen sei, sagte der Kommunalpolitiker.

Die Staatsanwaltschaft in Hof möchte derzeit keine weiteren Angaben zu den Ermittlungen in dem Fall machen. Staatsanwalt Matthias Goers verwies am Dienstag auf das Alter der Beteiligten und die laufenden Ermittlungen. Sobald es einen neuen Stand zu vermelden gebe, werde die Öffentlichkeit informiert.

Die Zehnjährige war am Dienstag der vorigen Woche tot in ihrem Zimmer in der Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung in Wunsiedel gefunden worden. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Ein Elfjähriger aus der Einrichtung soll laut Ergebnissen der Spurensicherung an der Tat beteiligt gewesen sein. Der Junge ist den Angaben zufolge in einer „gesicherten Einrichtung präventiv untergebracht“ worden. Eine Sonderkommission mit rund 40 Beamtinnen und Beamten ermittelt.

© dpa-infocom, dpa:230411-99-275510/2

Video
Wunsiedel05.04.2023
OnetzPlus
Wunsiedel05.04.2023
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.