12.11.2019 - 16:18 Uhr
WunsiedelDeutschland & Welt

Zwischen Himmel und Hölle

Zwei „Kultfiguren“ kehren im Sommer 2020 auf die Luisenburg zurück – der Brandner Kaspar und der Boandlkramer. Allerdings nicht im Original-Stück, sondern in der Fortsetzung des Klassikers. Der Vorverkauf startet am 21. November 2019

Fernsehstar Eisi Gulp schlüpft im Sommer 2020 in die Rolle des "Boandlkramer" bei den Luisenburg-Festspielen.
von Holger Stiegler (STG)Profil
Am Dienstag wurde das Programm der Luisenburg-Festspiele 2020 vorgestellt: (v.l.) Thore Voght (Musikalische Leitung "Der Name der Rose"), Peter Hohenecker (Regie "Der Watzmann ruft), Künstlerische Leiterin Birgit Simmler, Bürgermeister Karl-Willi Beck, Wolfgang Maria Bauer (Autor und Regie "Der Brandner Kaspar kehrt zurück"), Verwaltungsleiter Harald Benz.
Gunnar Frietsch, einer der Hauptdarsteller, gab schon einmal eine Kostprobe aus dem Musical "Der Name der Rose"

Die Spielzeit 2020 widmet sich thematisch den Paradiesen, den irdischen und den überirdischen. „Himmel und Hölle bilden die Pole, zwischen denen im Sommer auf der Luisenburg die exemplarischen Geschichten vom Menschen und seiner Natur erzählt werden“, erklärt Birgit Simmler, Künstlerische Leiterin der Festspiele, am Dienstag im Rathaus von Wunsiedel. „Mir graust es schon etwas“, kokettiert sie mit Blick auf den ambitionierten Spielplan. Denn erstmals sind es sechs Eigenproduktion, die in einer Saison auf die Bühne gebracht werden – fünf davon auf der großen Bühne und eine im Felsenlabyrinth auf historischem Ort.

Die Abendspielzeit wird eröffnet am Freitag, 12. Juni, mit dem Musical „Der Name der Rose“ von Øystein Wiik und Gisle Kvendokk basierend auf dem Roman von Umberto Eco. Das Stück feierte in diesem Sommer Uraufführung bei den Domstufen-Festspielen in Erfurt. Regie wird Birgit Simmler führen, die musikalische Leitung liegt bei Thore Vogt. Bühne frei für „Der Brandner Kasper 2 – Er kehrt zurück“ heißt es dann ab Freitag, 26. Juni. Die Komödie setzt Wolfgang Maria Bauer in Szene, der das Stück auch geschrieben hat. In die Hauptrollen schlüpfen die beiden bekannten Fernseh-Schauspieler Eisi Gulp (Boandlkramer) und Ralf Bauer (Brandner Kaspar). Die Theater-Tragödie schlechthin gibt es am Freitag, 10. Juli, zu sehen: Christoph Biermeier führt Regie bei Goethes Klassiker „Faust“. Die Titelrolle übernimmt Christian Sengewald, Janina Raspe schlüpft in die Rolle des Gretchen. Eine Wiederaufnahme des Musicals „Zucker“ von Birgit Simmler und Paul Graham Brown steht ab Donnerstag, 23. Juli, auf dem Spielplan. Mit dem Familienmusical „Pinocchio“ nach Carlo Goldini starten die Festspiele bereits am Freitag, 26. Mai. Dabei handelt es sich um eine deutschsprachige Erstaufführung des Werkes von Saverio Marconi, das in Italien bereits große Erfolge feiern konnte. Regie wird Markus Pol führen, in der Hauptrolle ist Maurice Ernst, Luisenburg-Nachwuchspreisträger 2018, zu erleben. Mit einer für das Felsenlabyrinth neu inszenierten Adaption des Kultstückes „Der Watzmann ruft – ein Rustical“ begeben sich die Festspiele ab Freitag, 19. Juni, wieder auf historischen Boden. Regie wird Peter Hohenecker führen, die musikalische Leitung liegt in den Händen von Christian Auer. Die Inszenierung hat zwei Besonderheiten: Zum einen werden sämtliche Rollen von nur zwei Schauspielern übernommen (einer davon ist „Andreas Hofer“-Darsteller Jürgen Fischer), zum anderen handelt es sich dabei um eine Kooperation mit einem Chor und dem Ballett der Kreismusikschule Tirschenreuth.

Gastspiele in der kommenden Saison gibt es mit der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß, die Premiere am Donnerstag, 20. August, feiert. Unter der musikalischen Leitung von Bernhard Steiner und in Kooperation mit der Music Hall Antwerpen wird ein internationales Ensemble diese Neuinszenierung auf die Bühne bringen. Die Landesbühnen Sachsen und die Elbland Philharmonie Sachsen präsentieren ab Freitag, 28. August, die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck.

Auch bei den Konzerten auf der Felsenbühne haben die Verantwortlichen ein vielseitiges Programm zusammengestellt: Höhepunkte sind sicherlich die Auftritte von „Element of Crime“ mit Frontmann Sven Regener(13. Juli), des Weltstars Chris de Burgh (27. Juli) sowie der US-Blues-Sängerin Beth Hart (29. Juli). Ebenfalls im Programm sind: „ABBAcoustica“ am 12. Juli, die „Blas Sport Gruppe“ am 26. Juli, die Gruppe We salute you am 10. August mit einem Tribut-Konzert an „AC/DC“, die kubanisch-oberpfälzische Combo LOS DOS Y COMPAÑEROS am 11. August, „Best of Austropop“ am 12. August, eine Operettengala am 24. August, das Czech Symphony Orchestra mit „The Music of Game of Thrones“ am 4. September, die Gruppe „Haindling“ am 5. September sowie zum Abschluss am 6. September „STAHLZEIT“ mit ihrer Rammstein-Tribute-Show.

Bespielt wird auch wieder der Museumshof mit der Reihe „LuisenburgXtra“: Festspiele-Urgestein Alfred Schedl kommt am 13. August mit „Nova Taxi – eine musikalische Lesung“, am 14. und 15. August gastiert das Metropol-Theater München mit dem Stück „Schuld und Schein. Ein Geldstück“, Maria Hafner und Franz Josef Strohmeier präsentieren am 20. August „Kraftbayerisches aus der Bauern-Erotik“, Stefan Eichner gastiert am 21. August mit einem Reinhard-Mey-Abend und am 22. August ist Franz Josef Strohmeier in Patrick Süskinds „Der Kontrabass“ zu erleben.

Weitere Informationen unter www.luisenburg-aktuell.de

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