13.12.2018 - 16:29 Uhr
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Bruxismus – was dagegen getan werden kann Zähneknirschen im Schlaf

von Gesund & VitalProfil

Was sich unangenehm anhört, ist für die Zähne ein Albtraum: nächtliches Zähneknirschen. Fast jeder Fünfte knirscht nachts mit den Zähnen und schleift durch das immerwährende Malmen sein Gebiss ab – die Kiefergelenke werden dadurch stark überlastet. Neben der Schädigung von Zähnen kann Bruxismus, wie der medizinische Fachausdruck lautet, auch zu Rücken- und Kopfschmerzen führen.

Nicht immer ist es sinnvoll, die Zähne zusammenzubeißen – vor allem dann nicht, wenn es nachts geschieht und wörtlich genommen wird: Experten sprechen von Bruxismus, werden Ober- und Unterkiefer mit so großer Kraft zusammengepresst, dass die Zähne dabei knirschen. Wie so oft ist auch beim nächtlichen Zähneknirschen mitunter Stress ein bedeutender Auslösefaktor. das Malmen mit den Zähnen sollte alles andere als verharmlost werden, denn beim Zähneknirschen kommt es bis zu einem Druck von 150 Kilogramm, der aufgebaut wird. Ein Druck, dem weder Zähne, Kiefergelenke noch Muskeln auf Dauer ohne Schäden standhalten können. Selbst harter Zahnschmelz kann in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die gute Nachricht: Zähneknirschen lässt sich für einen Zahnarzt relativ leicht diagnostizieren, denn die fein geschmirgelten Flächen glänzen viel stärker als der Rest des Zahns. Betroffene können ebenfalls Warnhinweise erkennen – wenn die Zähne beispielsweise sehr sensibel auf Heißes, Kaltes, Süßes oder Saures reagieren, kann das die Folge von dauerhaftem Zähneknirschen sein, dann nämlich, wenn der Schmelz komplett abgerieben worden ist. Feinste Nervenenden im Zahnbein leiten den Reiz dann unmittelbar an den Zahnnerv im inneren des Zahns weiter, der wiederum mit einem Schmerzsignal reagiert. Wer tagsüber unter Kopf- und Rückenschmerzen leidet, hat selten nächtliches Zähneknirschen auf seiner Ursachenliste. dennoch lohnt sich ein genauer Blick darauf, denn wenn über mehrere Stunden die Kaumuskeln angespannt sind, können sich auch die Muskeln im Nacken und in der Schulter verhärten. Mit der Folge von Schmerzen in diesen Bereichen.

Gegen Bruxismus kann einiges getan werden. Zunächst ist es wichtig, rechtzeitig auf die Problematik des Zähneknirschens in der Nacht aufmerksam zu werden. Eine sogenannte Aufbiss-Schiene kann dann Hilfe leisten – dabei handelt es sich um einen durchsichtigen Überzug aus Kunststoff, der entweder industriell vorgefertigt ist oder vom Zahnarzt individuell angepasst wird. Das Prinzip ist denkbar einfach: die Schiene wird nachts über die Zähne gelegt. Der Druck wird verringert und die Kieferbewegungen damit gebremst – bedingt durch den Widerstand, den die Schiene ausübt. Der Nachteil an einer Aufbiss-Schiene: zum Abgewöhnen eignet sich die Konstruktion nicht. Viele Mediziner und Wissenschaftler gehen inzwischen davon aus, dass das Zähneknirschen vor allem psychische beziehungsweise stressrelevante Ursachen hat. Entsprechend sind Entspannungsmethoden wie Biofeedback ratsam und von nachhaltigem Erfolg. Untersuchungen von Probanden haben belegt, dass nach rund zwölf Wochen mit Entspannungsmethoden das Knirschen weniger oder ganz ausgeblieben ist.

Bei Kindern ist Zähneknirschen übrigens ganz normal und auch sinnvoll. Die Kleinen knirschen in der Zeit des Zahnwechsels regelmäßig. Es hilft dabei, dass die Zahnkauflächen sich einander anpassen. Schmerzen sollten damit aber nicht verbunden sein.

Info:

Symptome für Zähneknirschen

•    Dort, wo der Schmelz abgerieben ist, kann sich das Zahnbein dunkel verfärbt haben.
•    Das Zahnfleisch kann geschrumpft sein und anfangen zu bluten.
•    Die Kiefergelenke können schmerzen, denn das Zähneknirschen belastet dauerhaft das gesamte Gewebe.
•    Wenn die Kaumuskulatur beim Abtasten schmerzt und der Mund nach dem Aufwachen nicht so weit wie bisher geöffnet werden kann, ist dies ebenfalls ein mögliches Indiz für nächtliches Zähneknirschen.

 

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