23.05.2018 - 20:00 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Geführter Spaziergang auf den LBV-Blumenwiesen. Werner Schuler zeigt seltene Pflanzen vor. Günzel und Giersch

Geführter Spaziergang auf den LBV-Blumenwiesen

Werner Schuler (Zweiter von rechts) brachte zusammen mit dem Vorsitzenden des LBV, Zeno Bäumler (rechts), den interessierten Gästen bei der Exkursion "Blumenwiese" die großartige Blumen- und Pflanzenwelt der Wiese näher. Kräuterfachfrau Regina Baumann (Dritte von rechts) gab wertvolle Tipps für die Kräuterküche. Bild: weu
von Udo WeißProfil

Oberviechtach/Dieterskirchen. Bei viel Sonnenschein fanden sich kürzlich interessierte Naturfreunde zum Blumenwiesen-Spaziergang ein. Nach kurzem Weg auf der Straße Weislitz nach Prackendorf ging es hinein mitten in die Biotop-Fläche, die der Landesbund für Vogelschutz (LBV) im Bereich der Gemeinde Dieterskirchen besitzt und in Zusammenarbeit mit Landwirten pflegt.

Werner Schuler vom LBV führte die Wanderung und stellte die hier wachsenden klassischen Wiesenpflanzen vor wie Wiesenschaumkraut, Hahnenfuß, Kuckuckslichtnelke, Sauerampfer, Frauenmantel, Spitzwegerich, Rotklee, Labkraut, Vergissmeinnicht, kriechender Günzel und Gänseblümchen. An feuchten bis nassen Stellen fanden sich Schlangenknöterich, Mädesüß und Sumpfdotterblumen. Löwenzahn war hier selten. Auf einer zweiten LBV-Biotopfläche kamen noch Wiesenknopf, Kreuzblümchen, Knöllchensteinbrech und als Besonderheiten Niedere Schwarzwurzel und Geflecktes Knabenkraut hinzu. Da diese Wiesen wie früher erst Ende Juni gemäht und nicht gedüngt werden, bleibt das Gras niedrig, kleinwüchsige Blumen können blühen und Samen bilden, erklärte Dr. Schuler. Auf intensiv gedüngten Wirtschaftswiesen hingegen verschwinden sie, verdrängt vom hochwachsenden Gras und durch die frühe Mahd an der Samenbildung gehindert. Dies begünstigt andererseits den Löwenzahn, dessen Samen nach der Reise durch die Luft schon im Mai offenen, nährstoffreichen Boden zum Keimen und Wachsen vorfinden. Bei der Exkursion anwesend waren der erste Vorsitzende des LBV, Zeno Bäumler, sowie seine Stellvertreterin Susanne Göttl.

Kräuterfachfrau Regina Baumann aus Schwarzenfeld gab Tipps, wie man Wildkräuter in der Küche verarbeiten kann. Sie empfahl Teemischungen, Pesto und Kräutersalz aus Wildkräutern wie Giersch, Spitzwegerich und Brennnessel. Nach dem Abschluss des Rundgangs in Dieterskirchen fuhren die Teilnehmer noch nach Winklarn zu einer ehemaligen Streuwiese, wo eine Vielzahl an Knabenkräutern beeindruckte.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.