Überraschungen gab es bei der 41. Kegel-Stadtmeisterschaft keine mehr. Der Karten- und Schachverein hatte als Veranstalter die Ergebnisse der Mannschaften und die Leistungen der besten Teilnehmer bereits vor der Feier den Vereinen und Gemeinschaften mitgeteilt. Zu den Freunden des Kegelsports hatten sich neben Schirmherrn Hubert Schug auch dritter Bürgermeister Klaus Lehl mit mehreren Stadträten, Stadtverbandsvorsitzender Dieter Kies und Zweiter SC-Vorsitzender Tobias Lehl gesellt.
Nicht verlernt
Im Rückblick freute sich Harald Drobig über den Top-Zustand der vom SC zur Verfügung gestellten Anlage, auf welcher der Schirmherr die Serie von Neunern begonnen hatte. "Es war mir eine Freude, den erfolgreichen Keglern zuzuschauen", versicherte der KSV-Vorsitzende. Zugleich erinnerte er an die erste Schirmherrschaft Schugs im Jahr 2005 und bescheinigte ihm: "Du hast das Anschieben seit damals nicht verlernt." Dessen Glücksschub nannte er "schon etwas außergewöhnlich". Seinen Dank an die Spender der Pokale verband er mit dem Hinweis auf Neuerungen, insbesondere auf die Einführung von gemischten Mannschaften. Die Teilnahme von 19 "Gemischten" wertete er als Erfolg.
Die Attraktivität des Wettbewerbs habe auch die Einführung von zwei Altersgruppen bei der Jugend mit getrennter Wertung von Hobby- und Sportkeglern gefördert. Den 253 Teilnehmern in 51 Mannschaften bescheinigte Drobig ein sportliches und faires Auftreten. Reservistenkameradschaft, Sparkasse, Raiffeisenbank, Kolping, CSU und SPD dankte er für die Teilnahme "von Anfang an". Mit Blick in die große Keglerrunde sprach er auch von verschiedenen Charakteren der Mannschaften: "Einige sind teils ruhig, teils zielstrebig. Anders die Reservisten: Die fallen ein wie ein Hornissenschwarm, sind sehr ehrgeizig, aber auch so erfolgreich." Im Kegeln sah Drobig zwar eine Art Kampfsport. Er räumte jedoch ein, dass die Stadtmeisterschaft auch Hobbykegler animiert und es dem KSV damit gelingt, das gesellschaftliche Leben in Eschenbach zu bereichern. Dem Dank an sein Team für Organisation, Erfassung und Auswertung schlossen sich später noch weitere Redner an. Mit großem zeitlichem Vorlauf lud er zur 42. Stadtmeisterschaft im April 2019 ein.
Vielleicht wechseln?
Kurz fasste sich der Schirmherr. Er bedauerte, dass sein Glücksschub wegen der besonderen Stellung keinen Nachkegler gefunden hat und kündigte an, nach weiteren 13 Jahren erneut als Schirmherr zur Verfügung zu stehen. Dem Stadtmeister "Reservisten I" bescheinigte er eine geschlossene Mannschaftsleistung. Deren Erfolgsserie entlockte dem Oberstabsapotheker der Bundeswehr gar die Äußerung: "Eventuell wechsle ich die Startmannschaft."
Von einem "großen sportlichen Ereignis, das in Eschenbach zur Tradition gehört" sprach Dieter Kies. Mit Blick auf alte örtliche Kegelanlagen sah der Stadtverbandsvorsitzende im Kegelsport gar einen Teil der Stadtgeschichte. Die Pokale des Tages nannte er ein sichtbares Lob für Leistungen, die Anerkennung verdienen und nicht zu Alltäglichkeiten gehören. Kies zitierte den früheren Bundespräsidenten mit den Worten: "Spaß und Lachen gehören beim Kegeln seit jeher zusammen."
Kegler anspornen
In Schirmherren sah Klaus Lehl Personen des öffentlichen Lebens, die Vereinen positiv gegenüberstehen. Der dritte Bürgermeister zeigte sich erfreut, dass in Eschenbach viele aktive Vereine ein buntes Programm anbieten, zu dem auch diese Stadtmeisterschaft gehört. Deren Modernisierung mit neuem Regelwerk nahm er zum Anlass, einen Seniorenpokal Ü 65 anzuregen. Lehl versprach sich damit zunehmenden Ehrgeiz. Seitens des SC bedankte sich Tobias Lehl beim KSV für "eine Woche Kegelsport im SC-Heim". Für 2019 sicherte er der Kegelanlage erneut einen Top-Zustand zu.
Pokalvergabe
Mannschaft Herren: 1. Reservisten I (810 Holz), plus Wanderpokal; 2. KSV I (797); 3. Sparkasse I (790). Mannschaft Damen: 1. Sparkasse (729) plus Wanderpokal; 2. KSV III (676). Mannschaft gemischt: 1. Schullerei (830) plus Wanderpokal; 2. Pensionisten/Rentner (771); 3. Imker (768). Mannschaft Jugend A : Feuerwehr (515) plus Wanderpokal. Mannschaft Jugend B: SCE-Juniorinnen (439) plus Wanderpokal.
Einzelwertung: Herren Sport: Alfons Preßler (190). Herren Hobby: 1. Sebastian Eisner (173); 2. Alexander Schuller (172); 3. Frank Richter (167). Damen Sport: Verena Liers (188). Damen Hobby: 1. Steffi Schuller (157); 2. Silvia Lehner (155); 3. Hildegard Gauthier (147). Jugend A Sport: Marcel Reifenberger (159). Jugend A Hobby: 1. Valentin Schieder (158); 2. Patricia Schreml (154). Jugend B Sport: Jana Reifenberger (167). Jugend B Hobby: 1. Marie Danzer (102); 2. Anna Riedl (100). Bester auswärtiger Kegler: 1. Sandro Großmann (205); 2. Petra Koller (174). Besondere Leistung: Willi Raß (4 mal 9 in Folge). (rn)














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