Meistens durchlebten die Patienten vom Anfang ihrer tödlichen Krankheit bis zu ihrem Tod fünf Stufen, erläuterte Haupt. Nach der ersten Phase der Verneinung und Leugnung komme die Aggression gegen Gott oder das ungerechte Schicksal. Auf der nächsten Stufe wollten die Schwerkranken mit Gott oder den Schicksalsmächten verhandeln. Weil das nichts helfe, verfielen sie oft in Trauer und Depression. Erst in der Endphase willigten sie in ihr Schicksal ein und sagten "Ja" zum Tod.
Genau erklärte die Referentin den Unterschied zwischen einer Hospizeinrichtung und einer Palliativstation. Hospizarbeit und Palliativmedizin wollten die Lebenssituation von sterbenden Menschen und ihren Angehörigen verbessern. Palliativstationen gibt es in Bayreuth und Neustadt/Waldnaab. Die Hospizeinrichtungen in Bayreuth und Regensburg böten eine Rundumpflege für Sterbende an.
Vertrauen aufzubauen sei das Wichtigste für einen Sterbebegleiter, meinte Haupt. Oberstes Ziel sei, dass der Schwerkranke, umsorgt von der Familie und Betreuern, möglichste ohne Schmerzen bis zuletzt leben könne. "Wenn etwas wichtig ist, dann ist es die Hilfe im Sterben und nicht die Hilfe zum Sterben."
Die Zehntklässler waren sehr beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement der Hospizhelferin und Trauerbegleiterin aus Grafenwöhr.














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