Damit belegt die Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG im Oberpfalz-Ranking der Genossenschaftsbanken Platz 12 von 28. Bayernweit liegt sie auf Rang 100 von insgesamt 244.
Dass beim Bilanzpressegespräch die vier Vorstände Robert Haubner, Joachim Geyer, Herbert Meier und Thomas Keck strahlten, war aus diesem Grund nicht sonderlich überraschend. "Bei dieser Fusion hatten sich zwei gut aufgestellte Banken gefunden", betonte Meier. Geyer unterfütterte die gelungene Fusion, die technisch Ende Mai 2017 und wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar 2017 erfolgt war.
Zuwachs von 2,8 Prozent
An Förderkrediten aus Mitteln der Landesanstalt für Aufbaufinanzierungen, Kreditanstalt für Wiederaufbau und der Landwirtschaftlichen Rentenbank seien 4,5 Millionen Euro an die Kunden weitergegeben worden. "Das bilanzielle und außerbilanzielle Kreditgeschäft verzeichnete einen Zuwachs von 2,8 Prozent auf 254 Millionen Euro." Auch bei den Einlagen wuchsen die Kundengelder um 18 Millionen auf nun 376 Millionen Euro. Geyer erläuterte, dass das extreme Niedrigzinsumfeld die Ertragslage der Kreditgenossenschaft belastet habe, das Zinsergebnis sei im Vergleich zum Vorjahr um 500 000 Euro gesunken. "Einen stärkeren Rückgang haben wir verhindert durch die Ausweitung des Kreditgeschäftes und die Stabilisierung der Provisionseinnahmen."
Unterm Strich weist die Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG ein Vorsteuerergebnis von 2,6 Millionen Euro aus. Nicht vergessen habe die Raiffeisenbank ihr Grundprinzip der Regionalität: Insgesamt profitierten Vereine und Einrichtungen in der Region von Spenden in Höhe von 533 000 Euro, darüber hinaus habe man eine knappe Million Euro an Steuern gezahlt, davon knapp 370 000 Euro Gewerbesteuer, erläuterte Geyer.
Für das laufende Jahr sei eine Stärkung des Kundengeschäfts geplant, verbunden mit Investitionen in die Weiterentwicklung digitaler und traditioneller Vertriebskanäle sowie Wohnbauförderprogramme. Erstmals dürfen sich im Jahr 2018 die über 10 100 Mitglieder der Raiffeisenbank über den Ertrag auf einem speziellen Bonusprogramm freuen. "Ich glaube, ich kann mit Recht sagen, dass unsere Kunden die Fusion beider Banken ohne nennenswerte Schwierigkeiten verspürt haben", sagte Herbert Meier.
Interne Veränderungen
Hausintern gebe es zwar noch einige Arbeitsprozesse zu schultern, mittlerweile seien aber alle Organisationseinheiten dort angekommen, wie sie geplant waren. Trotz interner Veränderungen sei die geplante Renovierung und Neugestaltung der Geschäftsstelle in Kirchenthumbach mit einem Investitionsbudget von rund 700 000 Euro erfolgt, betonte Meier. "Die Einsparungen durch die Fusion sehen wir über einem Zeitraum von fünf Jahren in einem niedrigen siebenstelligen Bereich." Im Herbst lädt die Bank noch zu einem Mitgliedertag in die Kemnather Mehrzweckhalle ein, an dem auch der 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen gefeiert wird. Für die musikalische Unterhaltung wird die Formation "Sing Out" sorgen.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.