23.05.2018 - 15:40 Uhr
Oberpfalz

Kreisverband der Frauen-Union mit klarer Forderung Mehr Mandate für die Frauen

Hahnbach ist ein Vorzeigemodell: Die Frauen-Union hat mehr Mitglieder als die CSU. Dass bei künftigen Wahlen Frauen auf allen Ebenen mehr Mandate bekommen, strebt die FU an. Wieder einmal. Und die Männer sind guten Willens.

Zwei engagierte Kämpfer für die CSU: FU-Kreisvorsitzende Birgit Birner und der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, der Kastler Bürgermeister Stefan Braun
von Helga KammProfil

Hahnbach. Im Gasthaus Ritter hat die Frauen-Union (FU), an deren Spitze Kreisvorsitzende Birgit Birner steht, ihre Jahreshauptversammlung abgehalten. Die politische Arbeit der Frauen würdigten auch Männer: Harald Schwartz, CSU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter, Bezirksrat Martin Preuß und Bezirkstags-Listenkandidat Henner Wasmuth. Ebenso sprachen Hahnbachs Bürgermeister Bernhard Lindner und der örtliche CSU-Vorsitzende Georg Götz mit Stolz über ihre Marktgemeinde.

Großer Respekt galt Evi Höllerer, Hahnbacher FU-Vorsitzende und dritte Bürgermeisterin. Sie erwähnte nicht nur, dass die Frauen-Union im Ort mehr Mitglieder als die CSU hat, sondern sprach auch die drei CSU-Frauen im Gemeinderat an. Dass das die große Ausnahme in der politischen Landschaft ist, zeige sich in der CSU-Kreistagsfraktion: Dort ist Brigitte Trummer als einzige Frau vertreten. Das aber soll sich ändern. Laut FU-Kreisvorsitzender Birgit Birner gebe es zahlreiche Zusagen der CSU-Ortsverbände, bei der nächsten Kommunalwahl weibliche Kandidaten auf aussichtsreiche Plätze zu setzen. Sie appellierte an die Frauen: "Lassen Sie sich als Delegierte wählen, hier können Sie in wichtiger Funktion die Belange der Frauen unterstützen."

In ihrem Rechenschaftsbericht skizzierte Birner ein positives Bild: Der FU-Kreisverband habe 670 Mitglieder, die Frauen-Union sei seit 45 Jahren erfolgreich. Die Zusammenarbeit mit anderen Arbeitskreisen und dem Kreisverband der CSU sei stets gut. Die Veranstaltungen des vergangenen Jahres seien gut angenommen worden. Die Kasse sieht laut Schatzmeisterin Marga Klameth "nicht schlecht aus".

Dass MdL Harald Schwartz am derzeit bayerischen Thema Nummer eins nicht vorbeikommen würde, war vorauszusehen. "Söder ist es ein echtes Anliegen, die Grundlagen unserer Kultur zu betonen", verteidigte er den Ministerpräsidenten und versicherte in Sachen Kreuz: "Wir werden das ganz klar aufrechterhalten." Er wies darauf hin, dass die Region von diversen Errungenschaften profitiere, wobei das geplante Landesamt für Pflege mit 350 Arbeitsplätzen "einzigartig in Bayern" sei.

Wir werden das ganz klar aufrechterhalten.Harald Schwartz zur Kreuz-Pflicht

"Wir brauchen beide Häuser"

Dass auch die Kreispolitik mit Erfolgen glänzen könne, zeigte Stefan Braun, Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion und Bürgermeister von Kastl, bei der Kreisversammlung der Frauen-Union in Hahnbach auf. Landrat Richard Reisinger verstehe es, alle Fraktionen zusammenzuführen, so dass zum Beispiel der Kreishaushalt 2018 einstimmig verabschiedet worden sei. Im Haushaltsvolumen von 123 Millionen Euro seien für die nächsten Jahre 75 Millionen Euro für Schulen in Sulzbach-Rosenberg vorgesehen. Obwohl die Sozialausgaben von 4 auf über 16 Millionen Euro angestiegen seien, habe der Schuldenstand seit 2008 um 25 Millionen Euro reduziert werden können. Zur Diskussion um eine Fusion der Krankenhäuser in Amberg und Sulzbach-Rosenberg sagte Braun: "Wir arbeiten gut zusammen, brauchen aber beide Häuser zur optimalen Versorgung der Patienten." (hka)

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