18.05.2018 - 22:38 Uhr
Oberpfalz

Feierlichkeiten beim Club beendet Jetzt kommen die härtesten Wochen für Michael Köllner

Aufstieg abgehakt, der Ehrgeiz bleibt. Club-Trainer Michael Köllner plant schon die erste Liga. Aber in den Urlaub muss er auch. Dabei hat er jetzt schon Sehnsucht nach daheim.

Trainer Michael Köllner (rechts) und Sportvorstand Andreas Bornemann jubeln. Mittlerweile planen sie schon die kommende Erstliga-Saison. Bild: Daniel Karmann/dpa
von Josef Maier Kontakt Profil

Eigentlich gibt ja Michael Köllner die Kommandos: "Aber meine Frau hat das jetzt so eingeplant", sagt der Club-Trainer lachend, "und so werden wir uns ins gelobte Land wagen." Trotz der Unruhen in den vergangenen Tagen in Israel und den Palästinensergebieten brechen die beiden Mitte nächster Woche in den Nahen Osten auf, begeben sich auf die Spuren Jesu.

Für vier Millionen Euro

Das Kofferpacken wird aber bei Köllner relativ kurz ausfallen, denn bis zum Abflug will sich der Aufstiegs-trainer weiter in seine Arbeit stürzen, wie er am Donnerstag beim Saisonabschluss-Gespräch verriet. Und auch das Büro von Sportvorstand Andreas Bornemann wird die nächsten Tage besetzt sein. Die FCN-Verantwortlichen werden heiß diskutieren, wie sie den Erstliga-Weg bestreiten wollen. "Es wird nicht nur mit jung und talentiert gehen", beschrieb Bornemann die Eigenschaften möglicher Neuzugänge. Eine Summe von vier Millionen Euro soll der Club für mögliche Neuzugänge zur Verfügung haben. Prahlen kann man damit wahrlich nicht.

Für Köllner ist es deshalb auch wichtig, weitere interne Abläufe zu optimieren, um besser zu werden. "Wir werden natürlich auch einige Dinge auf den Prüfstand stellen." Der Nordoberpfälzer nennt da nur ein Detail: "Bei Standardsituationen sind wir in dieser Saison schon besser geworden. Aber wir müssen da noch besser werden." Namen möglicher Neuzugänge nannte Bornemann nicht. Auch kein Wort fiel zu Kevin Stöger vom VfL Bochum oder den jungen Bayern-Spieler Niklas Dorsch, die als Neuzugänge gehandelt werden.

Ob Tobias Werner, Laszlo Sepsi und Torwart Thorsten Kirschbaum über diese Saison hinaus weiter beschäftigt werden, werde sich wohl in den nächsten Tagen entscheiden, sagte der Sportvorstand. Klar ist, dass die im Winter gekommenen Leihspieler Federico Palacios, Ulisses Garcia und Marvin Stefaniak keine Zukunft am Valznerweiher haben. Auch der Slowene Miso Brecko wird den Verein verlassen.

Köllner und Bornemann haben derweil keine Angst , dass einer ihrer talentierten Spieler in der Sommerpause noch abspringen könnte. Ich würde mir Sorgen machen, wenn keiner unsere Spieler bei anderen Klubs interessant wäre." Auch bei Eduard Löwen, der sich im Saisonverlauf sehr gut entwickelt hat, sieht der Sportvorstand keine Abwanderungsgefahr: "Die Vertragssituation bei ihm ist klar."

Auch auf Löwen und all die anderen freut sich Köllner jetzt schon wieder. "Sieben Wochen ohne meine Spieler?", fragt er. "Ich weiß gar nicht, wie das gehen soll." Er vermisse sie schon jetzt. Worüber jemand anderes verwundert den Kopf schüttelt. "Meine Frau kann das nicht verstehen." Köllner genoss in den vergangenen Tagen die Feierlichkeiten mit seiner Mannschaft, die er zu einer verschworenen Einheit gemacht hat. In den vielen Gesprächen in den vergangenen Tagen ging sein Blick auch über den fußballerischen Tellerrand hinaus: "Ich interessiere mich beispielsweise auch, wohin die Spieler in den Urlaub fahren."

Auf "Malle" feiern

Den ersten Kurzurlaub haben die ersten schon angetreten. Ein Teil der Mannschaft macht derzeit auf Mallorca den Ballermann unsicher.

Sieben Wochen ohne meine Spieler? Ich weiß gar nicht, wie das gehen soll.Club-Trainer Michael Köllner

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.