(jum) Sportvereine in den strukturschwachen Regionen Bayern können ab 2019 mit höheren Zuschüssen bei Bau und Modernisierung ihrer Sportanlagen rechnen. Innenminister Joachim Herrmann stellte im Sportausschuss des Landtags die Pläne für ein Sonderförderprogramm vor, das nach der Landtagswahl umgesetzt werden soll. Die neue Förderung soll sich nach der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kommunen richten. "Je schwächer die Steuerkraft einer Gemeinde ist, desto höher wird die Förderung", erläuterte Herrmann. Sportvereine in Kommunen im "Raum mit besonderen Handlungsbedarf" - dazu zählt die nördliche Oberpfalz ebenso wie das angrenzende Oberfranken - sollen zudem einen Zuschlag von fünf Prozent "obendrauf" bekommen, sagte Herrmann.
Bislang fördert der Freistaat Vereine bayernweit einheitlich mit bis zu 30 Prozent ihrer Investitionssumme. Vor allem in strukturschwachen ländlichen Regionen habe dieses Angebot einen erheblichen Sanierungsstau aber nicht verhindern können, da sowohl die Kommunen als auch die Vereine dort oft nicht über die nötigen ergänzenden Mittel verfügten, erläuterte Herrmann. In welchem Umfang der Zuschuss bei niedriger Steuerkraft steigen soll, ist noch offen. Konkrete Beschlüsse sollen im Rahmen der Verhandlungen für den Doppelhaushalt 2019/20 nach der Landtagswahl gefasst werden. An der Grundförderung von bis zu 30 Prozent soll sich laut Herrmann nichts ändern. Im Ausschuss wurden Reformpläne einhellig begrüßt, auch von der Opposition.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.