Ihren Jagdpachtschilling bucht die Jagdgenossenschaft nach einstimmigem Beschluss heuer auf das Konto für Rücklagen. Vor weiteren Wegebaumaßnahmen soll zunächst der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße auf den Poppenberg abgewartet werden.
Im Feuerwehrgerätehaus informierte Jagdvorsteher Walter Schlicht dennoch über eine zwei Hektar große, von den Schwarzkitteln umgewühlte Wiesenfläche. Die Kasse der Jagdgenossenschaft belasteten die Schäden nicht, weil Jagdpächter Bernhard Schönfelder sie selbst bereinigte.
Schlicht berichtete weiter über das neue, mit dem Vermessungsamt angeschaffte Jagdkataster. 10.000 Euro wandten Jagdgenossenschaft und Gemeinde für den Wegebau auf dem Schadersberg aus, wurde bei der Jahreshauptversammlung vor vier Jahren berichtet. Durch Schneeräumarbeiten und Holztransporte im zurückliegenden Winter wurde der Waldweg jedoch stark ramponiert. Er muss stellenweise neu gerichtet werden. Die Jagdgenossenschaft sieht sich hier allerdings nicht in der Pflicht und verwies bei der Versammlung auf das Verursacherprinzip.
Auf dem Poppenberg gerieten zwei Luchse in die Fotofalle, die ein Reh gerissen hatten. Mehr Ärger allerdings bereitet den Jagdgenossen der Fischotter. Viele kleine Teiche im Jagdrevier sind ausgeräumt. Es wurde auch berichtet, dass an Schutzzäunen gegen den gefräßigen Fischotter zu ihren Laichplätzen wandernde Amphibien durch Stromschlag getötet werden.
Je elf Rehe und Wildschweine blieben unter anderem im zurückliegenden Jagdjahr auf der Strecke, dazu zwei Stück Rotwild, sieben Füchse, ein Dachs und zwei Steinmarder. Der Straßenverkehr leistete dazu seinen Beitrag, merkte Jagdpächter Schönfelder an.
Sehr zufrieden mit der Kassenführung von Lothar Porst waren die Kassenprüfer Alfred Popp und Johann Etterer. Bürgermeister Thomas Kaufmann fand es super, wenn die Jagdgenossenschaft in eigener Regie Schäden und Probleme beseitigt.














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