21.07.2019 - 09:49 Uhr
Ahornberg bei ImmenreuthOberpfalz

Früh übt und misst sich

84 Sieger strahlten am Samstag in Ahornberg nach der ersten Olympiade von Kinderfeuerwehren im Landkreis Tirschenreuth. Auf die Frage "Hat es euch Spaß gemacht?" kam am Ende ein unüberhörbares "Ja".

von Bernhard KreuzerProfil

Für den Kreisbrandinspektorbezirk West richteten die Feuerdrachen der drei Wehren von Immenreuth, Punreuth und Ahornberg den Nachmittag aus. Start und Ziel war das Feuerwehrgerätehaus in Ahornberg. Jeder kleine Feuerwehrmann war ein Sieger und erhielt eine Medaille.

Wie Alexander Danzer vom Führungsteam der Feuerdrachen begründete, könne es im Ernstfall und im Einsatz keiner alleine schaffen, sondern jeder brauche den anderen. Noch liegen viele Jahre vor den Teilnehmern an der Kinderolympiade bis zum aktiven Feuerwehrdienst. Deshalb war an den beiden Ortseingängen der Durchfahrtsstraße von Ahornberg auf Transparenten zu lesen: "Hier üben die Retter von morgen!".

14 Mannschaften begrüßte Danzer zur Olympiade. Im großen Kreis hatten sie sich um das olympische Feuer aufgestellt, das die ehemaligen Feuerdrachen Nils und Tyrek von der Immenreuther Jugendfeuerwehr entzündet hatten. Laut Danzer soll der Kreis zeigen, dass jeder gleich wichtig ist, egal welche Funktion er ausübt.

"Auf die Frage, ob ich die Schirmherrschaft übernehme, habe ich mich ernst einmal gefragt: Muss das sein?", verriet Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther. Seine Antwort war eindeutig: "Als ich das Konzept gesehen habe, war ich Feuer und Flamme." Deshalb habe er die Schirmherrschaft auch wörtlich genommen und gutes Wetter mitgebracht. Er war sichtlich stolz, dass die erste Kinderfeuerwehrolympiade im Landkreis in seinem Bezirk ausgetragen wurde. Sein Wunsch war, dass es keine Eintagsfliege wird. Braunreuther dankte dem Organisationsteam und den sieben Sponsoren für den spannenden Nachmittag.

Dass die Veranstaltung Nachahmer findet, diesen Wunsch sprach auch Zweiter Bürgermeister Josef Hecht aus, bevor die Feuerzwerge aus Kulmain, die Löschzwerge aus Ebnath und Waldeck, Grisus Freunde aus Fuhrmannsreuth und die Feuerdrachen aus Immenreuth, die mit sieben Mannschaften an den Start gingen, auf den Weg geschickt wurden.

Wissen, und nicht Punkte mussten bei den Stationen gesammelt, Geschicklichkeit bewiesen, Kreativität gezeigt, Erinnerungsvermögen demonstriert, sportliche Fitness unter Beweis gestellt und vor allem Gemeinschaftssinn eingebracht werden. Über Hindernisbahnen transportierte der Nachwuchs Wasser, stellte aus Bergen von Kleidern die richtigen Schutzanzüge zusammen, leistete Erste Hilfe, setzte einen Notruf ab und bewies das richtige Augenmaß beim Zielwurf. Wissen über die Brennbarkeit von Stoffen wurde gefragt und die Explosionskraft einer leeren Spraydose gezeigt.

„Es war eine Supersache. Wichtig war, dass es Spaß gemacht hat und ihr euch kennengelernt habt“, fasste der Schirmherr bei der Siegerehrung zusammen. Für die Siegermannschaften hatten Gerhard Popp und Andreas Prechtl Pokale gespendet. Braunreuther brachte für jede Mannschaft noch eine Schwester von Feuerdrachen Grisu, eine blaue Dracheline, mit. Sein Wunsch war, dass noch viele Kinderfeuerwehren bei Olympiaden mitmachen.

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