Luchs und Wolf sind keine unbekannten Größen mehr im Ahornberger Jagdrevier. Während der Luchs zwischenzeitlich standorttreu geworden ist, wurde der Wolf auf dem Poppenberg im vergangenen Jagdjahr zweimal von einer Wildtierkamera dokumentiert, berichtete Jagdpächter Bernhard Schönfelder bei der Versammlung der Jagdgenossenschaft am Samstag im Feuerwehrgerätehaus.
Ungeachtet dessen blieb es im Revier in dem zweijährigen Berichtszeitraum ruhig. Aus dem Bericht von Jagdvorsteher Walter Schlicht ging hervor, dass nur noch im Jahr 2019 Wegebaumaßnahmen durchgeführt wurden. 186 Tonnen Splittgemisch wurden verbaut. Allerdings zogen Motorradfahrer 20 Meter lange Fahrrinnen in die sanierten Wege.
Wegebaumaßnahmen entfielen laut Schlicht im Jahr 2020, weil der Jagdpachtschilling zum Ausgleich von Wildschäden aufgebracht wurde. Ein Dank galt dem Jagdpächter, der die Regulierung selbst in die Hand nahm. Dieser bedankte sich dafür, dass im Ort schnell und viele Treiber für die Schweinejagd in Maisäckern bereitstanden. Seine Zuverlässigkeit belohnten die Jagdgenossen einstimmig mit der Verlängerung der Jagdpacht bis 2031. Einstimmig beschlossen die 13 anwesenden Jagdgenossen auch, den Jagdpachtschilling wieder für Rücklagen zum Wegebau und dem Ausgleich von Wildschäden in die Kasse von Georg Scherm zu legen. Ihm bescheinigten die Revisoren Johann Etterer und Alfred Popp eine saubere Kassenführung in den zurückliegenden beiden Berichtsjahren. Alfred Popp wurde zudem zum Datenschutzbeauftragten bestellt.
Auf der Wunschliste der Jagdgenossen standen für die kommenden Monate der Rückschnitt von Hecken und Sträuchern entlang der Wege sowie die Entfernung einer Föhre durch das Straßenbauamt bei der Einfahrt vom Eichelgarten in die Staatsstraße 2177. Das Wurzelwerk bricht die Asphaltschicht der alten, aufgelassenen Straße auf und verursacht kräftige Bodenwellen. Bürgermeister Thomas Kaufmann versprach in seinem Grußwort den Wunsch an die Straßenbaubehörde weiter zu geben.
Ausführlich erläuterte er, warum die Gemeinde die Sanierungsmaßnahmen des unbefestigten Weges von der Gemeindeverbindungsstraße auf den Poppenberg zum Anwesen Porst, dem sogenannten "Sandlbauerweg", unterbrochen wurde. Von starken Regenfällen war der Weg ausgespült worden. Die daneben verlaufende alte und verfüllte Sandlgasse soll laut in den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße auf den Poppenberg einbezogen werden. Beabsichtigt ist, die Sandlgasse als offener Graben für die Entwässerung der Gemeindeverbindungsstraße zu nutzen. Angestrebt werde, den Straßenbau im kommenden Jahr zu verwirklichen. Eine Zusage über den Zeitplan gibt es aber noch nicht.
Die Gemeinde wird die Jagdgenossenschaft auch bei den Ausbesserungsarbeiten und beim Freischneiden der Wege unterstützen. Jagdpächter Schönfelder dankte für die Unterstützung bei der Schweinejagd und der Rehkitzrettung. Sehr gute Erfahrung machte er dabei mit dem Einsatz von Drohnen. Im zurückliegenden Jagdjahr enthielt die Jagdstrecke unter anderem zehn Rehe, zwei Hasen und sieben Wildschweine. Drei Rehe wurden Opfer des Straßenverkehrs, ebenso die beiden Hasen.













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