Deutschland und die Welt
28.05.2019 - 16:28 Uhr

AKK vs. Rezo: Die CDU-Chefin hat es nicht verstanden

Es geht weiter im Schlagabtausch zwischen Youtubern und CDU. Eine neue Forderung von Parteichefin AKK zeigt, dass sie nicht verstanden hat, was die Jugend will. Das könnte Folgen für ihre Partei haben. Ein Kommentar von Julian Trager

Kommentar von Julian Trager
Karikatur: Tomicek Bild: Tomicek
Karikatur: Tomicek

Die neueste Reaktion von Annegret Kramp-Karrenbauer auf das Anti-CDU-Video des Youtubers Rezo ist extrem peinlich. Die CDU-Chefin macht den Internet-Star und seine "Meinungsmache" mitverantwortlich für die Schlappe ihrer Partei bei der Europawahl. Noch dazu erwägt sie, Youtubern und Journalisten vor Wahlen den Mund verbieten zu wollen. Das ist gefährlich - viele sehen das als Angriff auf die Meinungsfreiheit. AKK wirkt wie ein beleidigtes Kind, die von bösen Youtubern nicht so behandelt wird, wie sie es gerne hätte.

Kramp-Karrenbauer hat immer noch nicht verstanden, was Rezo mit seinem Video erreichen wollte, auch zehn Tage nach der Veröffentlichung nicht. AKK deutete zuletzt auf Twitter an, Rezo wollte die CDU zerstören. Falsch. Er wollte, zugegeben in einem oft polemischen Ton, wachrütteln - weil CDU, CSU und SPD mit ihrer Politik die "Zukunft der Jugend zerstören", sei es bei Themen wie Bildung, Rente oder Klima. Der Youtuber hatte das Video gemacht, in der "Hoffnung, dass die Parteien merken: Okay, wir müssen was verändern". Das sagt er am Ende des Clips.

Wie die Umweltaktivistin Greta Thunberg wollte Rezo den Politikern die Augen öffnen. Die haben aber bisher fast ausnahmlos nur den Mund aufgemacht und gegen die jungen Menschen gepöbelt, diese als ahnungslose Amateure beleidigt. So ändert sich aber nichts. Die Jugend von heute wird es sich merken.

 
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