Mit Albert Rupprecht aus Albersrieth feierte ein Mann seinen 80. Geburtstag, dessen Mittelpunkt, neben seiner Familie, das Einbringen in öffentliche Ämter und bis zum Eintritt in den Ruhestand sein berufliches Schaffen war. Aus gesundheitlichen Gründen muss er sich nun der „Mann der Tat“ zurücknehmen.
Beeindruckend ist sein beruflicher Rückblick, über vier Jahrzehnte war er an der Spitze „seiner“ Raiffeisenbank. Geboren ist er als eines von neun Kindern auf dem Schorbauernhof in Remmelberg und ging in Albersrieth zur Schule. Dort war er in seiner Kindheit auch als Hütbub im Einsatz und absolvierte dabei als 15-Jähriger sogar einen Viehhaltungs- und Melkkurs.
Schließlich marschierte oder radelte er täglich von Remmelberg und lernte dort bei Raiffeisen Kaufmann im Groß- und Außenhandel, er erweiterte später seine Ausbildung mit einer Banklehre. Selbstverständlich diente er als junger Bursche und „Stift“ als Ministrant am Altar, sein Raiffeisen - Arbeitskollege war Josef Grundler, der damalige Mesner von Waldthurn. Damaliger Raiffeisen-Chef war Alfred Voit, der im Kirchenchor sang und Kollege Josef Fürnrohr spielte an der Orgel. „Mit sage und schreibe 18 Jahren, was damals nicht einmal die Volljährigkeit bedeutete, wurde er Raiffeisenchef in Schorndorf im Landkreis Cham“, erklärte Sohn Johannes Rupprecht rückblickend.
In Schorndorf begann der Jubilar seine Raiffeisen-Führungskarriere und engagierte sich gleichzeitig als JU-Vorsitzender. Dort fand er aber auch sein privates Glück, er lernte seine Ehefrau Maria Winterl kennen und lieben. Sie leitete in dieser Zeit die Mädchengruppe der dortigen Landjugend. Im August 1963 läuteten in Schorndorf für den Raiffeisenchef und die Leiterin eines Lebensmittelgeschäfts die Hochzeitsglocken. Nach fünf Jahren wurde an der Raiffeisenkasse in Waldthurn die „Chefstelle“ frei, so zog das Paar am 1. Januar 1968 nach Waldthurn und Rupprecht wurde Raiffeisen-Chef der in Waldthurn. Schließlich zogen sie nach Albersrieth in das ehemalige Schulhaus und 1973 bauten sie im Ort ihr Eigenheim. „Der Papa baute dann das neue Gebäude der Waldthurner Raiffeisenbank, die Mama kümmerte sich um das neue Eigenheim in Albersrieth“, erklärte Sohn Johannes weiter.
42 Jahre stand Rupprecht als Chef einer Raiffeisenbank oder -kasse an der Spitze, expandierte mit dem Unternehmen und mit 40 Jahren ernannte man ihn zum Direktor der Raiffeisenbank Neustadt/ Vohenstrauß. 2000 ging er in den Ruhestand. Der Neuachtziger war Prüfer im Bankwesen für die IHK, er vertrat die Oberpfalz im bayerischen Raiffeisenverband Schulungsausschuss und war Kreisvorsitzender der Volks- und Raiffeisenbanken Neustadt und Weiden. Rupprecht, dessen Leidenschaft das Schafkopfspiel war, kümmerte sich um den Aufbau der Brennereigenossenschaft Albersrieth und der „Chipserer“ in Waldau.
Am Tag vor seinem 80. Geburtstag gratulierten auch einige ehemalige Sekretärinnen aus seiner Raiffeisenzeit. Bürgermeister Josef Beimler dankte am Jubeltag Rupprecht für sein politisches Engagement als Marktrat von 1972 bis 1978 und seine unternehmerischen Tätigkeiten. Pfarrer Norbert Götz wünschte Gottes Segen und sagte dem langjährigen Kirchenpfleger von Waldthurn "Vergelt`s Gott". Nicht nehmen ließen es sich die sieben Kinder unter ihnen MdB Albert Rupprecht sowie sieben Enkelkinder, neben Ehefrau Maria und vielen Freunden und Nachbarn zu gratulieren. Zahlreiche Vereine wie die CSU, Kolpingfamilie, Feuerwehr Lennesrieth, der FSV Waldthurn, die Bayerntreuschützen Lennesrieth, Tellschützen Spielberg, Gesang- und Orchesterverein, die MMC, die Dorfgemeinschaft Albersrieth und der Pfarrgemeinderat waren gekommen, um ihren oft langjährigen Vereinsmitglied die besten Glückwünsche zu überbringen.





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