Weiden in der Oberpfalz
29.03.2026 - 19:30 Uhr

Klassenerhalt ganz nah: Blue Devils Weiden siegen auch in Kaufbeuren

Die Blue Devils Weiden können am Dienstagabend in der heimischen Hans-Schröpf-Arena den Klassenerhalt in der DEL2 perfekt machen: Nach dem 3:1-Sieg beim ESV Kaufbeuren fehlt der Mannschaft von Alan Letang noch ein Sieg zum Happy End.

Michael McNiven im Weidener Tor war am Sonntagabend der Fels in der Brandung. Die Blue Devils gewannen mit 3:1 im Allgäu und stehen kurz vor dem Klassenerhalt in der DEL2. Bild: Benjamin Lahr
Michael McNiven im Weidener Tor war am Sonntagabend der Fels in der Brandung. Die Blue Devils gewannen mit 3:1 im Allgäu und stehen kurz vor dem Klassenerhalt in der DEL2.

Für die Blue Devils Weiden ist der Klassenerhalt in der DEL2 zum Greifen nah: Auch das zweite Spiel der entscheidenden Play-down-Serie gegen den ESV Kaufbeuren ging am Sonntagabend an die Mannschaft von Trainer Alan Letang. Im Allgäu triumphierten die Blue Devils vor 3.100 Zuschauern in der ausverkauften „Energie-Schwaben-Arena“ mit 3:1 und führen in der Best-of-7-Serie damit bereits mit 3:0 – dem 13-Punkte-Vorsprung aus der Hauptrunde sei Dank. Somit genügt den Weidenern im nächsten Heimspiel am Dienstagabend ein weiterer Sieg, um die Serie für sich zu entscheiden und eine nervenaufreibende Spielzeit doch noch mit einem Happy End zu beschließen.

Devils-Coach Alan Letang vertraute im Allgäu der alten Devise "Never change a winning team" und schickte exakt dieselbe Formation aufs Eis, die am Freitag das Heimspiel mit 3:2 für sich entschieden hatte. Sein Pendant Leif Carlsson dagegen entschied sich für gravierendere Eingriffe ins Line-up: Im Tor ersetzte Cody Porter den im ersten Spiel agierenden Daniel Fießinger, dafür musste Joe Cassetti als überzähliger Kontingentspieler pausieren. Dazu gehört der zuletzt krank fehlende Sami Blomqvist zurück ins Team.

Im ersten Drittel erwischten die Blue Devils einen Traumstart: Kapitän Tommy Muck brachte sein Team bereits nach 65 Sekunden in Führung. Mit einem platzierten Schuss von der blauen Linie krönte er das erste Powerplay der Weidener, das – ähnlich wie schon im Spiel am Freitag – sofort effektiv funktionierte. Auch in der Folge blieb Weiden die spielbestimmende Mannschaft und erspielte sich die klar besseren Chancen. Die größte Möglichkeit vergab Noah Samanski, der das leere Tor verfehlte und nur den Pfosten traf. Defensiv ließen die Gäste kaum etwas zu, und alles, was doch auf den Kasten kam, wurde von Torhüter Michael McNiven souverän entschärft. So ging es nach 20 Minuten mit einer verdienten, aber eigentlich zu geringen Führung für Weiden in die erste Pause.

Im zweiten Drittel verlor die Partie zunächst deutlich an Struktur. Beide Mannschaften taten sich schwer, klare Aktionen zu kreieren, und so entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel mit wenigen Höhepunkten. Wie aus dem Nichts fiel dann der Ausgleich für die ESV Kaufbeuren: Nach einem Schuss von der blauen Linie verlor die Weidener Defensive kurzzeitig die Orientierung, und Tyson McLellan nutzte den Abpraller eiskalt. Die Blue Devils Weiden fanden offensiv kaum noch zu ihrem Rhythmus. Tyler Ward scheiterte an Torhüter Cody Porter, und auch Luca Gläser konnte eine große Gelegenheit vor dem leeren Tor nicht nutzen, als er die Scheibe nicht sauber traf. Insgesamt wirkten die Gastgeber etwas zwingender, sodass der Ausgleich nach 40 Minuten nicht unverdient war. Weiden konnte nicht mehr an die starke Anfangsphase anknüpfen.

Im Schlussabschnitt stand Michael McNiven früh im Mittelpunkt: Mit einer starken Parade im Eins-gegen-eins gegen Max Oswald bewahrte er die Blue Devils Weiden vor dem Rückstand. Kurz darauf schlug Weiden selbst zu: Tyler Ward traf aus dem Slot zur erneuten Führung, nachdem er von Paul Vinzens stark in Szene gesetzt worden war – ein Treffer, der ähnlich überraschend fiel wie zuvor der Ausgleich der Gastgeber. Der ESV Kaufbeuren erhöhte in der Folge den Druck und rannte mit dem Mut der Verzweiflung immer wieder an, doch die Defensive der Blue Devils hielt dem Großteil der Angriffe stand. Die Entscheidung fiel schließlich nach einem Konter: Paul Vinzens traf zum 3:1, nachdem er mustergültig von Fabian Voit bedient worden war – großer Jubel beim Weidener Anhang. In der Schlussphase wurde die Partie zunehmend hektisch und von mehreren Strafen geprägt. Doch auch hier blieb Michael McNiven ein sicherer Rückhalt und erwies sich einmal mehr als Fels in der Brandung.

ESV Kaufbeuren: Porter - Tychonick, Mayer, Kaiser, Appendino, Rogl, Kislinger, Reinwald - Joly, McLellan, Raedeke, Zawatsky, Turnbull, Blomqvist, Oswald, Hadraschek, Burghart, Schlenker, Laaksonen, Fischer

Blue Devils Weiden: McNiven - Muck, Kolb, Bohac, Pokorny, Ribnitzky, Schwaiger, Marusch - Schiemenz, Voyer, Vogt, Gläser, Voit, Edfelder, Ward, Samanski, Vinzens, Schwarz, Thal, Miller

Tore: 1:0 (2.) Muck (Schiemenz), 1:1 (29.) McLellan (Joly), 1:2 (45.) Ward (Vinzens), 1:3 (55.) Vinzens (Voit)

Strafen: Kaufbeuren 10, Weiden 10

SR: Cespiva, Hinterdobler

Zuschauer: 3100 (ausverkauft)

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