Viele Besucher und ein paar Stunden warme Herbstsonne auf der Kirwawiese wünschen sich die Allersburger für ihr Kirchweihfest Anfang Oktober. Die Veranstaltung im Lauterachtal am Zusammenfluss des Hausner-Baches und der Lauterach wird von der Dorfgemeinschaft und den Kirwapaaren organisiert und geht von Freitag bis Montag, 2. bis 5. Oktober.
Los geht es am Freitag ab 20 Uhr im beheizten Festzelt mit einem Weinfest. Am Samstag ist nach dem Kirwabaum-Aufstellen bereits ab 14 Uhr Festbetrieb. Ab 20 Uhr sorgt die Band „Grögötz Weißbir“ für Stimmung und Unterhaltung. Am Sonntag ist um 10 Uhr zum Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael eingeladen. Nach dem Frühschoppen und dem Mittagessen steht der Höhepunkt bevor: Um 14 Uhr tanzen die Kirwapaare den Baum aus. Eine Stunde später spielt die Trachtenkapelle aus Hohenburg.
Kuchen am Montag
Der Kirwa-Ausklang beginnt am Montag bereits um 14 Uhr mit Kaffee und Kuchen. Dann ist der Kirwabär im Dorf unterwegs. Ab 19 Uhr spielt „Saba z'dreckat“ im Festzelt zünftig auf. Zu später Stunde wird dann noch der Kirwabaum verlost.
Neben dem aktuellen Programm ist auch ein Blick auf die Entstehung der Kirwa interessant. Alteingesessene Allersburger sagen gerne: „St. Michael bringt in Allersburg die Wiesenkirwa mit“, so ist es auch heuer wieder. Das Patroziniumsfest zu Ehren des Kirchenpatrons, des Erzengel St. Michael, gehört in der Region wohl zu den ältesten, schriftlich überlieferten Kirchweihfesten in der Gegend. Die Ursprünge der Allersburger Wiesenkirchweih reichen bis ins Jahr 1576 zurück.
Streit um Standlgeld
Und damit in eine Zeit, als der bischöfliche Pfleger aus dem benachbarten Hohenburg und der Vertreter der Herrschaft der Pfalzgrafen von Neuburg/Donau aus Lutzmannstein mit ihren Leuten angerückt waren, um das Recht des Kirchweihfriedens auszuüben und das Standlgeld einzuheben. Damals wäre es beinahe zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen den beiden Parteien gekommen, denn jede Abordnung wollte den Obolus abkassieren.
Die Pfarrkirche St. Michael ist eine fast 1200 Jahre alt und eine ehemalige Wehrkirche. Auch heute noch, 75 Jahre nach der Erweiterung des Truppenübungsplatzes nach Westen, hat die Wiesenkirchweih nicht von ihrer Anziehungskraft eingebüßt. Mancher Bewohner der 1951 aufgelösten Ortschaften und ihrer Nachkommen treffen sich noch heute bei der Allersburger Wiesenkirchweih.














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