30.08.2018 - 17:23 Uhr
Oberpfalz

Der Allrounder

Als ziemlich bester Freund von Familie und Handwerk präsentiert Opel den neuen Combo. Der zeigt sich in der Life-Version als trendiger Begleiter und übernimmt im Cargo-Fach die Rolle des Lademeisters. Eine erste Ausfahrt.

Mit dem typischen Opel-Gesicht setzt sich die Marke mit dem Blitz von den Konzern-Brüdern aus dem Hause Peugeot und Citroen ab.
von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Als Alltagshelden wollen die Rüsselsheimer den neuen Star in der Welt der leichten Nutzfahrzeuge etablieren. Dort sind aber auch schon Plätze für die baugleichen Brüder Rifter (Peugeot) und Berlingo (Citroen) reserviert. Die PSA-Drillinge sollen den Markt noch mehr als bisher aufmischen. Die Franzosen sind seit Generationen Pioniere und Marktführer in einem Segment, das mit der Bezeichnung Hochdach-Kombi nicht gerade sexy klingt, aber in den letzten Jahren viele Liebhaber gefunden hat.

Für Opel ist der Combo also ein extrem wichtiges Modell in einem heiß umkämpften Markt. Bauten die vier Vorgänger immer auf Transporter-Basis und zwackten Freizeit-Fahrzeuge davon ab, ist man nun den umgekehrten Weg gegangen. Die aktuelle Version wurde nach Pkw-Maßstäben entwickelt, die Cargo-Variante abgeleitet.

Keine Platzangst

Das merkt man schon beim Einsteigen. Das Raumgefühl ist enorm, schon in der „Kurz“-Version von 4,40 Meter. Im XL-Format (ab Herbst bestellbar) wächst der Combo um weitere 35 Zentimeter. Hier wie da müssen die bis zu sieben Passagiere keine Platzangst fürchten. Dank zweier Schiebetüren ist das Einsteigen ein Kinderspiel. Die Hinterbänkler finden wirklich nichts Anstößiges. Und im Gepäckabteil lassen sich die Utensilien so mancher Großfamilie verstauen. Fast 2700 Liter reichen schon für einen mittleren Umzug. Für Handel und Handwerk heißen die Kennzahlen: bis zu 4,4 Kubikmeter Ladevolumen und über 3,40 Meter Ladelänge reichen allemal. Zwei Europaletten hintereinander passen spielend rein.

Clevere Lösungen

Wer auf Nummer sicher gehen will, ordert noch eine sensorgesteuerte Anzeige, die per Knopfdruck meldet, ob die erlaubte Zuladung von einer Tonne schon überschritten ist. Wem das alles noch nicht reicht, kann noch einen Anhänger bis zu 1500 Kilogramm ziehen. Ein Stabilisierungsprogramm gibt’s obendrein. Bis zu 28 clevere Ablagemöglichkeiten sind im Fahrzeug zu finden. Die Mittelkonsole nimmt sogar 1,5-l-Flaschen auf. Das Handschuhfach ist gekühlt.

Sehr übersichtlich das Cockpit mit dem acht Zoll großen Touchscreen-Monitor. Dass die Passagiere gut vernetzt sind, versteht sich. Und bis zu 19 Helferlein bis hin zu Head-up-Display, Rückfahrkamera und sensorgesteuerten Flankenschutz sind in der Klasse nicht unbedingt üblich. Schon in der Einstiegsversion ist der Combo-Life ab dem 29. September ab 19 995 Euro zu haben, Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung und automatischer Gefahrenbremsung, Verkehrsschilderkennung, Spurhalter und intelligenter Tempomat inklusive. Die Cargo-Version für 16 850 Euro (netto) kommt ab Mitte November in den Handel.

Saubermann

Fünf Motoren stehen zurWahl, alle nach der neuesten Abgasnorm 6d-Temp zertifiziert und mit einer Leistungsbreite von 75 bis 130 PS ausgestattet. Schon der Einstiegsbenziner, ein 1,2-l-Turbo mit 110 PS und einem maximalen Drehmoment von 205 Newtonmeter, zieht kräftig an. Noch besser der 1,5-l-Turbodiesel mit 130 PS und 300 Newtonmeter. Die Achtgang-Automatik samt Schaltwippen hinterlässt einen ausgezeichneten Eindruck, auch wenn der Drehregler doch etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Die riesige Heckklappe des Combo lässt auch Sperriges bis über 3,40 Meter verschwinden.

Nichts erinnert im Cockpit an eine Nutzfahrzeug-Version.

Für das schnelle Verstauen: Die Heckklappe ist zweigeteilt.

Auf eine komplett neue Architektur verfügt der Opel Combo in seiner fünften Auflage.

Bis zu 2700 Liter "schluckt" das Rüsselsheimer Raumwunder.

Das ist Spitze: 28 Verstaumöglichkeiten verstecken sich im Innenraum des Opel Combo.Besonders pfiffig die Box, die sich sowohl von der Heckklappe als auch vom Innenraum beschicken lässt.

Je nach Gusto (und Geldbeutel) gibt es den Opel Combo Kurz- (4,40 Meter) oder XL-Version (4,75 Meter).

Das ist bärig: Zwei Schiebetüren machen den Zugang zu Opels Familien-Van zum Kinderspiel.

Auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig: Die Achtgang-Automatik ist in einem Drehregler versteckt.

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