07.06.2020 - 16:12 Uhr
AltendorfOberpfalz

Altendorfer Gemeinderat startet mit großem Arbeitspensum

Der Spielplatz im Baugebiet Markfelder, Neuwahlen von Feuerwehrkommandanten, Unterhalt von Gemeindestraßen – Arbeit gibt es genug. Ebenso beschäftigen zwei Brücken und ein bemerkenswertes Buch den Altendorfer Gemeinderat.

Gut beschirmt informierten sich die Gemeinderäte und einige interessierte Bürger über den Zustand des Spielplatzes in Altendorf.
von Alois KöpplProfil

Der Altendorfer Gemeinderat hatte in seiner zweiten Sitzung der neuen Wahlperiode eine große Tagesordnung abzuarbeiten. Das zu zwei Dritteln mit kommunalpolitischen Youngstern besetzte Gremium traf sich zunächst auf dem Spielplatz im Baugebiet Markfelder, um die Spielgeräte und das Umfeld der Anlage am Radweg in Augenschein zu nehmen.

Zu Beginn der Corona bedingt im Sportheim stattfindenden Sitzung, informierte Bürgermeister Markus Schiesl das Gremium samt einer Reihe von Zuhörern über einige wichtige Punkte. Aufgrund der Anregung aus der ersten Sitzung, die Termine bereits vorab festzulegen, wurde ein Sitzungsplan erstellt und den Gemeinderäten ausgehändigt. Der Bürgermeister setzte die Gemeinderäte darüber in Kenntnis, dass er der Bayernwerk Netz GmbH den Auftrag erteilt habe, das Straßenbeleuchtungskabel sowie das Ortsnetzkabel von der Brücke in das Spühlbohrrohr zu verlegen. Die Kosten für die Maßnahme liegen bei rund 2150 Euro.

Das neue Gremium

Altendorf

Den Winterdienst, so Schiesl, erledigte die im Gemeindegebiet angesiedelte Trossauer Firma Giedl. Durch den milden Winter reduzierten sich die Kosten für die Räumarbeiten im Vergleich zum Vorjahr erheblich und schlagen mit insgesamt knapp 12 000 Euro zu Buche. Nachdem die Feuerwehr Dürnersdorf bei der Jahreshauptversammlung Anfang März Johannes Setzer zum ersten Kommandanten und Wolfgang Eckl zu seinem Stellvertreter gewählt hatte, war die Bestätigung durch die Ratsmitglieder reine Formsache. Zweiter Bürgermeister Setzer nahm als persönlich Betroffener an der Abstimmung nicht teil. Die für die Feuerwehrmänner noch fehlenden, vorgeschriebenen Lehrgänge werden zu gegebener Zeit absolviert.

Einstimmig fiel das Votum für den Austausch der Sprechanlage für den Kindergarten zu einem Preis von 770 Euro durch die Firma Elektro Beer aus Guteneck aus. Nach Schiesls Ausführungen ist es im Kindergarten Altendorf erforderlich, dass während der Ruhezeiten der Kinder der Klingelton ausgeschaltet wird und lediglich ein blinkendes rotes Lämpchen als optisches Signal auf einen Besucher hinweist. Dabei muss gewährleistet werden, dass das optische Signal in verschiedenen Räumen wahrnehmbar ist.

Josef Merkls Bildband

Nabburg

Mäharbeiten vergeben

Der Bürgermeister schlug weiter vor, aufgrund der personellen Situation im Bauhof, zu überlegen, ob auch heuer die Mäharbeiten entlang der Gemeindestraßen an die Firma Vetter Kommunale Dienstleistungen aus Neunburg vergeben werden. Die Kostensätze für die Arbeiten sind fast deckungsgleich mit den Preisen des Vorjahres. Die Reichweite des Böschungsmähers beträgt 8,5 Meter. Diese Arbeiten sind vom Bauhof nur unter erheblichem zeitlichen Mehraufwand zu leisten, zumal die mähtechnischen Voraussetzungen fehlen. Die Ratsherren votierten einstimmig für den Vorschlag des Bürgermeisters.

Gemäß Artikel 62 der Bayerischen Bauordnung sind Nachweise der Standsicherheit und der Feuerwiderstandsdauer tragender Bauteile für Brückenbauwerke von einem Sachverständigen zu prüfen. Aus diesem Grunde beschloss der Rat einstimmig die Prüfung für die Erneuerung der Brücke über die Murach in Oberkonhof zu einem Preis von rund 5900 Euro an die BVS Bewertungs- und Verrechnungsstelle der Prüfsachverständigen in Bayern zu vergeben. Da sich das Brückengeländer bei Siegelsdorf in einem sehr schlechten Zustand befinde, "muss dieses zwingend saniert werden", so der Ratshauschef. Im Gewässerbereich ist "V2A-Stahl zwingend vorgeschrieben". Nach mehreren Diskussionsbeiträgen aus den Reihen der Ratsherrn einigte sich das Gremium auf die Vertagung, bis ein zweites Angebot und eine genaue Planskizze vorliegen.

Nachdem sich der Rat bei einem Ortstermin, darunter auch interessierte Bürger, auf dem Spielplatz im Baugebiet Markfelder eingefunden hatte, um sich selber "ein Bild zu machen", schlug Bürgermeister Schiesl vor, "das Prüfungsprotokoll abzuarbeiten". So sollen nach dem Willen der Gemeinderäte Bänke verankert, vorstehende Schrauben eingedreht oder erneuert werden. Äste sind zurück zu schneiden und eine Absturzsicherung Richtung Radweg ist anzubringen. Bodenunebenheiten sollen abgezogen und neu angesät werden.

Unter Wünsche und Anträge kam eine Zufahrt privater Natur, aber geduldet, in Willhof Richtung Friedhof zur Sprache. Für Autos oder Lastwägen, deren Fahrer sich dorthin verirrt hätten, bestehe keine Wendemöglichkeit. Beschädigte Dachrinnen, Reifenspuren in Rasenflächen bleiben als Grüße der meist unerkannt verschwundenen Verursacher zurück. Hier kam der Vorschlag, ein Schild "Keine Wendemöglichkeit" anzubringen.

Schwarzach-Buch:

Josef Merkls Bildband

Nachdem der regional durch seine Vorträge bekannte Josef Merkl vor kurzer Zeit im Eigenverlag ein beachtenswertes Buch über den Fluss Schwarzach, der an Altendorf vorbeifließt, veröffentlicht hat, beschloss das Gremium, Bücher als Geschenke anzukaufen. Altendorf ist auf mehreren Seiten dargestellt und das Buch auch im Dorfladen erhältlich. Ein nicht öffentlicher Teil schloss sich an.

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