18.08.2021 - 14:47 Uhr
AltendorfOberpfalz

Dorfladen in Altendorf profitiert vom Lockdown

Die Bürgerversammlung bietet die Möglichkeit, seine Anliegen zur Sprache zu bringen. Davon wird in Altendorf reger Gebrauch gemacht. Ausführlich geht es um den Dorfladen.

Seit Ausbruch der Pandemie gehen die Geschäfte im Altendorfer Dorfladen merklich besser.
von Richard BraunProfil

Eine Bürgerin wünschte sich in der Bürgerversammlung eine genaue Auskunft zur Situation des Dorfladens. Dafür war Altbürgermeister Georg Köppl der richtige Ansprechpartner. Seit der Gründung des Dorfladens ist Köppl als Geschäftsführer eingesetzt. Zu den Anfangszeiten war der Dorfladen finanziell ein Minusgeschäft, dessen Defizit aus der Gemeindekasse beglichen worden ist. Seit dem ersten Lockdown in der Corona-Pandemie haben die Bürger den ortsnahen Einkauf schätzen gelernt. Der Umsatz hat sich um 25 Prozent erhöht. Diese Tendenz war auch in der Folgezeit festzustellen.

Heraus aus dem Minus

Seither hat der Dorfladen die Minuszone verlassen und erwirtschaftet eine "schwarze Null". Die Situation des Dorfladens wird mit Bürgermeister Markus Schiesl erörtert und zu gegebener Zeit der Bevölkerung mitgeteilt. Georg Köppl wünscht sich ehrenamtliche Mitarbeiter, die bei der Warendisposition mitarbeiten. Interessenten sollten sich umgehend melden.

Um freiwillige Mitarbeit geht es auch beim Grüngutcontainer am Gemeindeplatz. Für die Zeit der Anlieferung, jeden Samstag von 13 bis 14 Uhr, sollte die ordnungsgemäße Entsorgung überwacht werden. Dazu wäre ein Eintrag in die Arbeitsliste angebracht. Ansprechpartner ist der Bürgermeister. Ein Gemeindebürger wünscht sich mehr Fingerspitzengefühl beim Mulchen der Straßenböschungen. Nach seinem Dafürhalten sollte eine Mulcherbreite genügen. Der Rest der Blütenpracht bliebe dann erhalten. Nur wenn es die Verkehrssicherheit erfordert, ist auch ein breiterer Mulchstreifen angebracht.

Ein ständiges Ärgernis ist der anzutreffende Hundekot am Radweg. Obwohl etliche Spender mit entsprechende Plastiktüten angebracht sind, werden diese nur in den wenigsten Fällen benützt. In Zukunft werden Verstöße gegen diese Anordnung auch entsprechend geahndet. Bürgermeister Markus Schiesl appellierte an die Einsicht der Hundehalter, die Hinterlassenschaft ihrer Vierbeiner auch ordnungsgemäß zu entsorgen.

Viel für Straßen und Brücken

Einen Blick warf der Bürgermeister auf die Finanzen. Trotz eines Haushaltes mit einem Gesamtvolumen von 2 850 371 Euro konnte die Verschuldung der Gemeinde weiter gesenkt werden. Dies war nur möglich durch die Gewährung einer staatlichen Stabilisierungshilfe in Höhe von 100 000 Euro. Aktuell beträgt der Schuldenstand 764 577 Euro oder 892,16 Euro je Gemeindebürger. Die Stabilisierungshilfe ist auch für dieses Jahr beantragt worden, dadurch würde sich der Fördersatz bei künftigen Maßnahmen deutlich erhöhen.

Dies ist auch notwendig, da die Gemeinde Altendorf ein umfangreiches Netz an Straßen und mehrere Brücken unterhalten muss. Allein der Neubau der Murachbrücke in Oberkonhof schlug mit 792 850 Euro zu Buche. Hinzu kamen noch Sanierungsmaßnahmen an den Brücken in Fronhof und Siegelsdorf. Um für die sich häufenden Starkregenereignisse besser gerüstet zu sein, wurde eine Regenrückhaltung an der Kläranlage errichtet. Zusätzlich erhielte die Kläranlage eine Photovoltaikanlage, welche die Stromkosten deutlich verringern soll.

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