Aufmerksam folgten rund 50 Gemeindebürger den Ausführungen von Bürgermeister Georg Köppl in der Bürgerversammlung im Gasthaus Schießl. Der Blick auf die Gemeindestatistiken sagt viel über die Leistungsfähigkeit einer Kommune aus. Finanziell steht die Gemeinde auf gesunden Beinen. Mit einem Haushalt von 2 920 200 Euro konnten alle angefallenen Aufgaben im Jahr 2018 bewältigt werden. Eine Zuführung an den Vermögenshaushalt von 254 950 Euro erlaubte nicht nur mehrere Investitionen, auch der Schuldenstand konnte auf 648 425 Euro gesenkt werden. Die Rücklagen von 244 279 Euro eröffnen zudem einen Spielraum für die nächsten Jahre. Nicht so erfreulich sieht es dagegen mit der Entwicklung der Einwohnerzahlen aus. In den vergangenen zehn Jahren ist die Einwohnerzahl von 935 Bürger auf 857 Einwohner gesunken.
Dies hat negative Auswirkungen auf viele kommunale Einrichtungen. Im gleichen Maße sanken auch die Schülerzahlen von 50 auf 28 Schüler. „ Wir brauchen unbedingt junge Leute, die bei uns in der Gemeinde bleiben oder sich hier ansiedeln“, ist das große Anliegendes Bürgermeisters. Ein Lichtblick ist ein leichter Anstieg der Geburtenzahlen in den vergangenen zwei Jahren auf acht beziehungsweise neun Kinder. Denen stehen allerdings zwölf Sterbefälle gegenüber. In 2018 wurden 25 Kinder im Kindergarten St. Andreas betreut. Die Kapazität des Kindergartens erlaubt für dieses Jahr die Aufnahme von sieben Krippenkinder aus Nabburg.
Die kostenintensivste Maßnahme war der Bau der GVS Dürnersdorf – Enzelsberg zusammen mit der Gemeinde Niedermurach. Die Baukosten beliefen sich auf 595 541 Euro, davon fiel auf die Gemeinde Altendorf ein Anteil von 401 360 Euro. Die Maßnahme wurde mit 56 Prozent von staatlicher Seite gefördert.
Der Gemeinde geht die Arbeit auch in der Zukunft nicht aus. Bürgermeister Köppl gab einen Überblick über die Investitionen der nächsten Zeit. Dies sind zwei Brückenbaumaßnahmen, deren Finanzierung sehr unterschiedlich ausgestaltet ist. Der Brückenbau in Oberkonhof wird als Einzelmaßnahme vom Amt für Ländliche Entwicklung mit 55 Prozent gefördert. Anders stellt sich die Finanzierung der Schwarzachbrücke in Willhof dar. Diese Maßnahme muss die Gemeinde finanziell alleine schultern. Hinzu kommt noch der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Fronhof.
An den Schluss seiner Ausführungen stellte der Bürgermeister die Bitte an alle Bürger, verantwortungsvoll mit der Natur umzugehen. „Wilde Müllablagerungen, wie sie öfters in den Wäldern gefunden werden, sollten der Vergangenheit angehören. Es gibt mittlerweile so viele Möglichkeiten den Abfall ordnungsgemäß zu entsorgen, da sollte Abfall in der Natur zur Gewissensfrage werden“, legt der Bürgermeister den Gemeindebürgern ans Herz.
Bei der anschließenden Diskussion war die Befestigung der Straßenbankette ein wichtiges Thema. Dafür sollte eine Lösung gefunden werden, die von Dauer ist. Den Einwohnerschwund brachte ein Bürger mit fehlendem Baugrund - nicht nur im Ort Altendorf - in Verbindung. „Ohne Baugelegenheit bleiben keine jungen Familien in der Gemeinde“, so seine Argumentation. Bürgermeister Köppl machte deutlich, dass es oft an der Abgabebereitschaft der Grundeigentümer liegt, dass kein Baugrund vorhanden ist. Allein in Altendorf wären noch 33 Baulücken frei, die aber zurückgehalten werden. Die Gemeinde will sich noch einmal an die Grundeigentümer wenden und die Abgabebereitschaft erkunden.














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