Altendorf
21.08.2018 - 10:34 Uhr

Streifzug durch Geschichte

Das Jubiläum "900 Jahre Altendorf" ist für Maria Goetz Anlass, eine umfassende Gemeindechronik zu erstellen. Der bereits vorliegende Band 1 mit 200 Seiten spannt den Bogen von der Grafschaft Altendorf bis hin zur Kirchengeschichte.

Maria Goetz, Tochter des früheren Bürgermeisters Hubert Goetz, hat nach jahrelangen Recherchen in Staats- und kirchlichen Archiven zum 900-jährigen Ortsjubiläum eine umfassende Gemeindechronik erstellt. Sie umfasst zwei Bände und wird natürlich auch bei Bürgermeister Georg Köppl einen Ehrenplatz bekommen. Köppl
Maria Goetz, Tochter des früheren Bürgermeisters Hubert Goetz, hat nach jahrelangen Recherchen in Staats- und kirchlichen Archiven zum 900-jährigen Ortsjubiläum eine umfassende Gemeindechronik erstellt. Sie umfasst zwei Bände und wird natürlich auch bei Bürgermeister Georg Köppl einen Ehrenplatz bekommen.

Bereits im Jahre 2006 erschien das erste Heimatbuch von Maria Goetz unter dem Titel "Auf den Spuren der Vorfahren in der Oberpfalz". Seither hat die in München lebende Tochter des ehemaligen Altbürgermeisters Hubert Goetz und studierte Betriebswirtin über Jahre hinweg im Staatsarchiv und im Kirchenbucharchiv weiter geforscht. Diese neuen Forschungsergebnisse flossen in das neue Werk "Gemeindechronik" mit zwei Bänden ein, die mit zahlreichen Abbildungen aufgelockert sind.

Mit dem "Altendorfer Heimatlied" von Robert Pickl, begleitet von Brigitte Goetz auf der Veeh-Harfe, begann die Präsentation im Schieslsaal. Bürgermeister Georg Köppl freute sich über die zahlreichen Gäste, unter denen auch etliche ehemalige Altendorfer waren und hob das außergewöhnliche Engagement von Maria Goetz über viele Jahre hinweg hervor, das mit Geld nicht zu bezahlen sei.

"Altendorf im Geburtstagsfieber" hat Maria Goetz das erste Kapitel überschrieben, in dem sie auf die vielfältigen Veranstaltungen zum Festjahr 2018 ebenso eingeht wie auf die erste urkundliche Erwähnung durch "Erchinbertus de Altindorf" und das aus den Wappen von drei Altendorfer Adelsgeschlechtern zusammengesetzte Gemeindewappen. Ihr Streifzug führt auch durch die Kirchengeschichte und die Pfarrkirche, in der das gotische Sternengewölbe eine Besonderheit darstellt.

Kirche und Schule

Der alte Friedhof, der direkt um die Pfarrkirche angelegt war, der Kreuzweg zum Kalvarienberg oder Bilder von den Schülerjahrgängen 1928/29 mit Schulleiter Josef Eisenhart sind ebenso zu finden wie Fotos von der über Nacht verschwundenen hölzernen Nepomuk-Statue an der alten Schwarzachbrücke. Dort ist auf einem alten Foto eine Frau mit einer "Kirm" abgebildet, die offenbar zum Brennholz sammeln in den Wald unterwegs ist. Immer wieder faszinierend aufgrund der Veränderungen sind Ansichten von der Neunburger Straße aus dem Jahre 1950, Postkarten von 1933 mit dem "Wastl-Haus" oder von der Trossauer Straße aus dem Jahr 1956 mit dem noch offenen Bachlauf.

Unter das ausführliche Kapitel "Vereine, Feste, Fahnenweihen" reiht sich auch der deutsch-französische Jugendaustausch von 1969 ein. Höchst interessant ist die Beschreibung der Straßen und der Anwesen, von denen Maria Goetz beispielhaft das Elektrogeschäft Pickl in der Nabburger Straße nannte, in dessen Schaufenster der erste Altendorfer Fernseher stand oder die Waldfrüchte-Annahmestelle der Familien Aschenbrenner/Galuschka im Zellweg.

Eine Fundgrube

Die Altendorfer Grafen, Schule, gemeindliche Selbstverwaltung und Vieles mehr sind weitere Themen, die in der Chronik für die Nachwelt konserviert sind. Und so mancher aus der jüngeren Generation wird sich wundern, dass es in Altendorf sogar eine Polizeistation und Großvieh- und Ferkelmärkte gab, bei denen es nicht selten zu Raufereien unter den Viehhändlern kam.

Hintergrund:

Der bereits vorliegende Band 1 nennt sich "900 Jahre Altendorf in Wort und Bild" und beschreibt ab der Seite 132 die Straßen, beginnend von der Trossauer Straße bis zur Fronhofer Straße. Der im Herbst erscheinende Band 2 mit ebenfalls rund 200 Seiten führt die Beschreibung der Straßen fort. Im zweiten Kapitel werden die Anwesen und ihre Besitzer vom 18. bis 21. Jahrhundert beschrieben. So hat jeder Buchinhaber die Möglichkeit, sich auf die Spuren der eigenen Vorfahren zu begeben. Die zwei Bände kosten insgesamt 47,90 Euro.

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