10.11.2020 - 10:24 Uhr
Altenstadt bei VohenstraußOberpfalz

Altenstädter sagen Faschingssaison ab

Die "fünfte Jahreszeit“ hätte eigentlich am Mittwoch begonnen. Doch heuer ist schon vor dem Aschermittwoch alles vorbei.

Solche Bilder wird es im Februar nicht geben. Der Faschingszug in Altenstadt fällt aus.
von Josef ForsterProfil

Bis 16. Februar dauert der Fasching. Ein sehr altes Faschingslied lautet zwar: „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“. Für den Altenstädter Faschingsverein „Genau“ steht das Aus jedoch schon fest. Der Elferrat traf diese weitreichende Entscheidung. In einer umfassenden Beurteilung der Situation sei das Gremium von einer „eher negativen Aussicht“ ausgegangen, sagte Präsident Christoph Gollwitzer.

Nicht unbeschwert und fröhlich

Im Gremium gehe keiner davon aus, dass derartige Großveranstaltungen im Februar schon wieder erlaubt würden. Die Gastronomie in Altenstadt war immer fest eingebunden. Der Faschingsverein habe deshalb gleichfalls das Gespräch mit den Inhabern der Wirtshäuser gesucht. Übereinstimmend sei auch hier das Echo ausgefallen. „Das wäre wohl zudem schwierig geworden, so etwas zu stemmen, und hätte nichts mit einem unbeschwerten und fröhlichem Fasching gemein“, urteilte Gollwitzer. Alle Wirtsleute hätten sofort Verständnis für die Absage gehabt und hielten dies für die richtige Entscheidung.

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Vohenstrauß

Dabei habe sich der Elferrat dieses Vorhaben „bestimmt nicht leicht gemacht“. Sogar Kandidaten für das neue Prinzenpaar wären nach den fortschreitenden Lockerungsmaßnahmen fest ins Auge gefasst gewesen. Doch die neuerliche Entwicklung ließe keine andere Wahl. Die Prinzengarde sei davon komplett überrascht worden und konnte überhaupt nicht mit ihrem Training starten Präsident Gollwitzer wies zudem vor allem auf eine große Hürde hin: „Wer sollte diese Verantwortung übernehmen und tragen?“

Schon einmal Pause

Der Verein lasse sich aber deshalb nicht unterbringen, sondern sehe der Fortsetzung mit einem 26. Faschingszug im Jahr 2022 „guter Dinge“ entgegen: „Da sind wir schon sehr optimistisch. Dass es dann wieder so aufgeht, wie wir es gewohnt sind und waren.“Eine „Pause“ hatte es übrigens schon einmal für den Altenstädter Gaudiwurm gegeben. Nach dem ersten Umzug 1994 gab es in den beiden Folgejahren noch keine Fortsetzung. Deshalb ist auch die Zählung nicht durchlaufend.

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